zuo ersuochen. Dessen zuo mehrer bekrefftigung habendt sich unnderschriben F. Carolus Parochuse Adam öry beken wie obstat Erasimuß Kern bildhauwer Christoff Bademer Mahler bernhart gamall Dieschmacher (Dorsalnotiz:) Verding Zedell wegen der Altär zuo Eschen getroffen mit den Mr. zuo Veldkirch Anno 1650 auf das 1651 Jharß.» Von kunstgeschichtlichem Interesse ist der erste Teil des Werkver- trages, der die Verantwortlichkeit für den Werkerfolg7 regelt. Erasmus Kern wird als erster der drei Meister genannt. Und wenn es dort heisst, dass er von der Gesamtsumme «zuo vorderist... solle haben 220 fl.», «solle aber hingegen beide altar nach der Copi und visierung (dem Entwurf8) auf das flissigst ... machen», so ist Kern damit als der eigentliche Meister und Autor des Werkes angesprochen.9 Das könnte auch in der Folge der Unterschriften zum Ausdruck kommen. Der Tischmacher Bernhart Gamall10 soll seine Arbeit, «4 Haub- seüllen ausgenommen», «nach begeren unser und deß Bildhauwers außarbeitten sauber machen.» Hier zeigt sich die untergeordnete Stellung Gamalls, die sich nicht zuletzt in der Lohnzahlung aus- 7 Die Verantwortlichkeit für den Werkerfolg und die Entgeltlichkeit sind nach Karl Rothenbücher die Merkmale des Werkvertrages. Siehe: Karl Rothenbücher, Geschichte des Werkvertrages, Breslau 1906, S. 13, 20 u. 24. - Nebenbei bemerkt unterscheidet sich der Eschener Vertrag seiner rechtlichen Struktur nach von den im Spätmittelalter üblichen Abmachungen. Trat dort ein einzelner Werkstattlei- ter als alleiniger Kontrahent auf. so sind es hier alle am Gesamtwerk beteiligten Meister. Vgl.: Erwin Poeschel (N 3), S. 62 f. 8 So übertragen von: Erwin Poeschel (N 3), S. 62. 9 Ebenso: Erwin Poeschel (N 3), S. 62. Dazu auch: Yvonne Sperger (N 2), S. 175 u. 176; Dagobert Frey (N 3), S. 306; Norbert Lieb (N 4), S. 124. 10 Poeschel vermerkt, dass dieser Bernhart Gamall identisch ist mit einem in einem Feldkircher Steuerbuch von 1642 aufgeführten «Bernhart ganal von Schrunß» (Stadtarchiv Feldkirch, Hds. 91, fol. 38). Siehe: Erwin Poeschel (N 2), S. 230. 15
        

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