liegen. Da er ein Zögling der fürstlichen Regierung ist, so sollte er dennoch gewissermassen begnadiget und als der einzige Wissenschaft- liche auf dem Fürstenthum durch 3 Jahre schuldigkeits- und hierunter auch interessefrey101 gehalten werden. Hebt er sich in der Zwischen- zeit, so mag er auf dem Haus bleiben und die Schuld terminweise abzahlen, hebt er sich nicht, so wäre kein Ausweeg, und das Haus samt Werkzeug müsten zum besten der Renten versteigert werden, um wenigstens den V2 oder V3 Theil der Forderung zu vindiciren.102 NM Die Holzabgabe zur Ufer-Befestigung des Rheins gründet sich auf mehrere Erkenntnisse des Rheinoberhaupts103 und ununterbrochene Observanz - abgeschlagen kann sie also nicht werden. Aber da nicht nur die Gemeinden selbst eigene Waldungen besitzen, sondern einzelne Nachbarn auch eigene Wälderantheile haben, so kann der Obrigkeit nicht auferlegt werden, den ganzen Bedarf aus den geringen herrschaftlichen Waldungen herbeischaffen zu müssen, würde auch in der Länge weder zureichen, da die Rheinufer-Beschädigungen manch- mal sehr ausgedehnt sind. Das beste ist, denen Gemeinden die Holzabgabe ein wenig zu erschweren und die Ausweisung unter Amts-Controll vollziehen zu lassen, wozu aber viele Regulierungen im Waldweesen vorhergehen müsten. Es bestehet hier weder ein Zeichbeil,104 und die Beamten vollziehen eben keine Controlle, weil der Chef dies Ding weder kennet, daher wird gehauen und geschlagen nach Lüsten und Bedarf, höchstens dörften die Holzknechte hiebei einen Trunk für sich gewinnen. Der Jäger wird nur als Wildschütz betrachtet und beobachtet unter einem den Wald im Samine Thal, aber da dorthin ohnedem kein Vogl, minder ein Mensch kommet, so höret die Ursach der Obsichttragung so lang auf, in wie lang nicht eine Strecke Wald zum Abholzen verkaufet wird. Mit dem Frohnholz hat es hier seine eigene Beschaffenheit. Ungeachtet es im Schlosswald geschlagen wird, die Leute also präsent sind, so kostet in der Frohn die Klafter dennoch 1 f 25V2 x, weil der 14 Frohner täglich 6 xr zu recht hat, daher rechnen sie so viel Tage auf, dass das Machen aus dem Taglohn viel niedriger ausfallen müste. 95
        

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