und 'Laubstück' der Alpen des oberen Toggenburges»5 und «Das Vogelmahl, eine churrätische Grundlast»6 mit diesem sprachlichen Problem gründlich auseinandergesetzt. Im Verlaufe der Jahrhunderte hat sich in Bezug auf die Jagd ein entscheidender Wandel vollzogen. Früher als das Wild noch bei Fangjagden in aufgestellten Netzen gefangen oder in Fallgruben erlegt wurde, war so eine Jagd ein bedeutendes Unterfangen, das einen grossen Einsatz an Jägern, Treibern, Material und Hunden erforderte. Das Erlegen von Bären und Wölfen war damals noch eine recht aufwendige Angelegenheit. Als die Bären, Wölfe und Luchse unsere Wälder und Alpen noch unsicher machten, war der einfache Landmann bereit, dem Jagdherrn für die Befreiung aus dieser Gefahr jährlich eine bestimmte Abgabe zu entrichten. Heute im 20. Jahrhundert ist dieses gefährliche Raubwild schon längst total ausgerottet. Hirsche, Rehe und Gemsen werden jetzt vor allem auf unseren Alpen gejagt. Ein grosser Unterschied zu früher besteht: heute liefern unsere Alpen kein Vogelmolken mehr an die Jagdherren ab, im Gegenteil, die Einnahmen aus der Jagdverpachtung nehmen jetzt in den Alprechnungen einen hervorragenden Platz ein. Die Jagd ist in unseren Tagen zum vornehmsten und wohl auch teuersten Freizeitvergnügen geworden. IV. UNSERE LANDESHERREN BEZOGEN ÜBER JAHR- HUNDERTE HINDURCH DAS VOGELMOLKEN AUS VORARLBERGER ALPEN Ein interessantes und sonst nirgends feststellbares Verhältnis hat sich in Bezug auf das Vogelmolken auf Vorarlberger Alpen vor langer Zeit herausgebildet: Von den Alpen Parpfienz, Gamp, Setsch, Galina, Panül, Schmalzberg, Güfel, Toblers Alp, Forkla, Schnetzers Alp, Palüd, Saroja, Frastanzer Alple underem Spitz, Guschgfiel und 4 Heimatkunde vom Linthgebiet. Beilage zum «St.Galler Volksblatt» Uznach 1947 Nr. 2. 5 Toggenburgerblätter für Heimatkunde. 10. Jahrgang, September 1947. 6 Bündner Monatsblatt, Zeitschrift für Bündner Geschichte, Landes- und Volkskunde, Chur 1947. 59
        

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