Hügelkuppe eine mittelbronzezeitliche Dolchklinge gefunden, doch haben die Nachforschungen ergeben, dass dieses Erdmaterial von einem Aushub aus Azmoos SG stamt (Bill 1984). Umso erfreulicher ist aber, dass beachtliche Funde und Befunde der jüngeren Eisenzeit und des Frühmittelalters das Geschichtsbild wesentlich ergänzen. Siedlungsgeschichtlich ist der Nachweis von eisenzeitlichen Häu- sern auf dem Runden Büchel höchst interessant, auch wenn dieser nur auf wenigen Quadratmetern noch in ungestörtem Zustand erfolgen konnte. So können wir auf einem kleinen geographischen Raum fast gleichzeitig drei verschiedene menschliche Lebensbereiche nachwei- sen: den Siedlungsplatz auf dem Runden Büchel, den Kultplatz auf dem «Glinzgelebüchel»/«Känzele» (oder in der «Wanne») am Guten- berg und den Bestattungsplatz am Südfuss des Runden Büchels. Die beiden Hausgrundrissfragmente auf der Hügelkuppe und die dazugehörigen Funde stammen aus zwei rund 200 Jahre auseinan- derliegenden Siedlungsphasen. Wir können aber keine durchgehende eisenzeitliche Siedlungskontinuität nachweisen; denn zwischen der Errichtung der beiden Bauten verstrich eine längere Zeit. Anhand der über die Kuppe verstreuten eisenzeitlichen Einzelfunde kann die Zwischenperiode auch nicht eindeutig belegt werden, so dass ange- nommen werden könnte, dass nach dem jeweiligen Hausbrand versucht wurde, eine andere, vielleicht günstigere Bauzone aufzu- suchen. Wie weit sich diese Arbeitshypothese durch die künftige Forschung bestätigen oder verwerfen lassen wird, kann zur Zeit nicht abgeschätzt werden. Die römischen Funde auf dem Runden Büchel reichen nicht aus, um hier eine Besiedlung zu postulieren; für diese Epoche möchte man handfestere Belege in Form von Bauresten haben, wie sie in Balzers schon an verschiedenen Orten beobachtet werden konnten (Abb. 16). 32
        

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