— 563 und von Rat und Gemeinde zu Augsburg. Alle während des Krieges zwischen Augsburg und den Städten Ulm, Memmingen10 und Kaufbeurenu aufgerich- teten Zölle sollen abgeschafft sein; Friedensgelder, die von einer der beiden Parteien auf die Dörfer gelegt sind, gehen, wenn bezahlt verloren, sonst sind sie ungültig, solange der Frieden dauert, neue sollen nicht aufgelegt werden. Bürger von Augsburg sollen ohne Gericht nicht gepfändet werden; das soll als Raub gelten. Gebrochene Festen soll niemand wieder aufbauen, auch keine neue Feste östlich der Mindel, ausgenommen der Markt zu Mindelheim.15 Wer Gut während des Krieges an sich genommen ohne Recht, der soll es behalten, solange der Frieden dauert, auch genommenes Vieh, gekauft oder nicht. Alle Partner geloben, Friedensbrecher gemeinsam zu bekämpfen; Schiedsgerichte sollen über Weggenommenes richten. Augsburger sollen in Augsburg gerichtlich belangt werden. Die Stadt soll vor dem Heere König Friedrichs sicher sein. Es siegeln die Schiedsrichter und die Städte Ulm, Memmingen, Kempten und Kaufbeuren. Original im Stadtarchiv Augsburg. - Pergament 40,2 cm lang x 51,8, Plica 3,5 cm. - Von dreizehn Siegeln hängen noch sieben an Pergamentstreifen, fünf Pergament- streifen fehlen samt Siegeln; 1. (Kirchberg) rund, 5,2 cm, graugelb, Spitzovalschild, stehende Heiligengestalt, Umschrift; + S COMITIS CVNRADI 
- 2. (Wilhelm v. Montfort) rund, 3,1 cm, graugelb, Spitzovalschild mit Montforterfahne, mittlerer Latz länger, keine Ringe, Umschrift zerdrückt: + S WILhELMI COMITIS DE MONTFORT - (Ligaturen). 3. (Veringen) rund, 5,4 cm, graugelb, Teil der Siegelfläche fehlt samt Schrift, kniende Gestalt, vor ihr Frau. Umschrift: ERADI DE VERINGE 
- 4. (Aichein) rund, 4,2 cm, gelbbraun. Spitzovalschild mit drei Flügelkappen übereinander. Um- schrift: + S' BERTOLDI DE AICHAIN 
- 5. (Fraus), 6. (Mindelberg) und 7. (Schellenberg) fehlen. 8. (Ellerbach) rund, 3,5 cm. graugelb, beschädigt, Spitzovalschild geviert, Umschrift: + S . B . ELL. . BACH 
- Letztes (Kaußeuren) schwer beschädigt, rund, etwas über 5 cm. graugelb, Spitzovalschild schräggeteilt. Umschrift: SIGILLVM 
- Rückseite: «A. 
1319» (Blei, 19. Jahrh.). Druck: Meyer, Urkundenbuch der Stadt A ugsburg Bd. 1 n. 252 S. 212. Ulmisches Urkundenbuch Bd. II, 30. Erwähnt: Büchel. Geschichte d. Herren v. Schellenberg, Jahrbuch d. Hist. Vereins f. d. F. Liechtenstein 1907 S. 79 (nach Ulmischem Urkundenbuch).
        

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