— 561 — Angelberg* sowie die Bürger von Augsburg Heinrich der Ritschart, Berchtold der Räm Bürgermeister und Heinrich der Stadtschreiber erklären, dass zwischen der Stadt Augsburg und Herrn Hermann von Pfersee5 seinen Söhnen und Verwandten ein schwerer Streit herrschte, wegen der Ansprüche, die der Augsburger Bürger Johann Schongauer selig gegen Hermann von Pfersee5 auf das Gut zu Otmarshausen6 stellte; der Streit sei jetzt durch sie als Schiedsgericht geschlichtet, da Hermann von Pfersee,5 Hermann und Hein- rich seine Söhne, Sitz und Claus von Buchlun1 seine Schwestersöhne und der Steininbach sein Blutsverwandter einen Frieden mit Räten und Gemeinde von Augsburg beschworen, insbesondere mit Nikolaus von Bölan. Alle ihre Absprachen mit Leuten, Dienern und abhängigen Bauern sollen ungültig sein, ebenso jene der Augsburger. Hermann der Alte von Pfersee5 soll persönlich in der Zeit von der kommenden Fastenwoche gerechnet in Jahresfrist zum Papst reisen oder bis Rom, wenn kein Papst wäre; Heinrich der Sohn Hermanns soll innert Jahresfrist aus dem Lande reisen und ein ganzes Jahr 20 Meilen von Augsburg entfernt sein. Hermann von Pfersee5 und seine Familie soll Augsburg, Stadt und Vorstädte meiden bis auf Erlaubnis der Bürgerschaft und soll dieser als Schadenersatz 100 Pfund Heller bezahlen. Die Güter, die er zu Beginn der Fehde besass, sollen ihm wieder zufallen. Heinrich Ritschart, Berchtold der Räm, Heinrich der Stadtschreiber, Hans der Apotheker und Ulrich der junge Ritschart geloben den Frieden namens der Stadt. Dieser Vertrag wird mit den Siegeln der Genannten, der Bürger Rüdigers des Langenmantels, Konrad des Minners, Werner Gollenhovers und Johann des Portners, ausserdem nach Ersuchen mit jenen des Grafen Konrad von Kirchberg* und Marquards9 von Schellenberg («hern Marquarts von schellenberch»,) bekräftigt. Original im Stadtarchiv Augsburg n. 248. - Pergament, von Feuchtigkeit stark gebräunt, 17,7 cm lang x 43,5, Plica etwa 1 cm. - Einfache Initiale über drei Zeilen. - Es hängen sechzehn gekrümmte und bezeichnete Pergamentstreifen, der zweite mit
        

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