und/oder starke Feuerherde bei einer Brandkatastrophe auf dem Runden Büchel handeln. Dass eine Feuersbrunst absolut im Bereich des Möglichen liegt, wissen wir vom niedergebrannten Gebäude im Gräberbezirk Ost (vgl. oben), und auch die leichten Anschmelzungen der Keltenmünze sind dazu ein weiteres Indiz. Diese wurde ja nur 3 m von der oben erwähnten Pfostengrube entfernt geborgen. Grundsätzlich müssen wir uns hier fragen, wieviel «Kultur- schicht», d.h. menschlich eingebrachter Abfall und Schutt nach der Besiedlung auf dem Areal lag, und was nachher mit diesem geschehen ist. Da der Hügel dem Wind extrem ausgesetzt ist, kann angenommen werden, dass die Kuppe von eventuellen «Verunreinigungen» buch- stäblich windgesäubert worden ist. Die Einflüsse von Meteorwasser, Wind und menschlicher Tätigkeit wie späterer Ackerbau und auch die Benutzung als Friedhof, haben sicher eine starke Erosion der ursprünglichen Oberfläche hervorgerufen. Dadurch ist wahrschein- lich ein grosser Teil des Abfalls den Hügel hinunter getragen worden. Ein Indiz dafür findet sich eventuell bei der Auswertung der Funde aus der obersten Schicht des am Südfuss des Hügels gelegenen Gräberfel- des «Areal Foser», wo wir nach vorläufigen Beobachtungen festgestellt haben, dass dort «Schnellerkeramik» stärker fragmentiert und in Einzelscherben vorkommt, im Gegensatz zu den zum grossen Teil erhaltenen und als Grabbeigabe zu betrachtenden Töpfen in den Gräbern selbst. Vielleicht lagen diese ursprünglich einmal auf der Hügelkuppe. DIE RÖMISCHE BEGEHUNG Aus der römischen Epoche war vom Runden Büchel bis heute nichts bekannt. Dennoch konnten wir auch diese Periode anhand einiger kleiner Funde belegen, wobei es sich allerdings kaum um eine Besiedlung handeln wird, sondern lediglich um Funde, die eine Begehung des Runden Büchels beweisen (Abb. 11). Aus Grab 25 stammt eine kleine Sigillatabodenscherbe (Abb. 15,2) mit dem Rest einer Stempelmarke (ergänzbar auf . . IANVS) und aus Grab 30 stammt eine bronzene Omegafibel (Abb. 15, 3). Beides sind natürlich keine Grabbeigaben, sondern sie kamen mit der Umgebungserde als Füllmaterial in die Gräber. Ausserhalb der Grabzone, auf der Kuppe, fand sich zudem noch der Rand einer weiteren Sigillataschüssel (Abb. 27
        

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