Abb. 2 Reproduktion aus der in der Zentralbibliothek Luzern befindlichen Bilderchronik des Diebold Schilling, Folio 102 r. Die Eidgenossen teilen nach dem Sieg die eroberten burgundischen Geschütze. Das Geschütz links besitzt eine Profilierung, die derjenigen der Kanone von Balzers relativ nahe kommt, selber aber nicht den Geschützen der Burgunderbeute entspricht. Es könnte sich somit um eine Darstellung mit Einfluss von jüngeren Geschützbildern handeln. Überlieferung, wonach die beiden explizit als neue Schlangenbüchsen bezeichneten Geschütze den Bündnern vom Grafen von Misox zusammen mit einem französischen Büchsenmeister zur Verfügung gestellt wurden. Es wäre also möglich, unser Fragment als ein in aller Eile hergestelltes und eventuell dadurch im Guss nicht ganz perfektes Stück zu identifizieren, das aber in der Form und besonders in der Bedienung französische Vorbilder hatte. Um die Mitte des 15. Jh. erreichte die Feldartillerie eine grössere Beweglichkeit, die vor allem auf neuen Kriegsmaterialien beruhte. Dazu gehören die kleinkalibrigen Schlangen (Gessler 1915/20). Die Burgunder haben diese mit Erfolg eingesetzt, und wir finden verschiedene Exemplare in der «Burgunderbeute» nach den Schlach- ten von Grandson und Murten. Die Profilierung dieser Stücke ist aber im Original anders als auf den Bildern von Diepold Schilling, die Reifen sind zahlreicher und in regelmässigen Abständen angebracht; eventuell hat in der Zeit nach den Burgunderkriegen, in welcher 227
        

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