KINDERBILDNISSE DER HOHENEMSER GRAFEN FRANZISKUS (1620 -1642) UND FRANZ KARL ANTON (1650 -1713) AUS DEN SAMMLUNGEN DES REGIERENDEN FÜRSTEN VON LIECHTENSTEIN IM LANDESMUSEUM Mit Schreiben vom Januar 1895 wurden die wertvollen Gemälde dem neugegründeten Liechtensteinischen Landesmuseum von S.D. Fürst Johann II. geschenkt.1 Wegen unzureichender räumlicher Möglichkeiten mussten sie jedoch in den Fürstlichen Sammlungen verbleiben. S.D. Fürst Franz Josef II. hat im Dezember 1982 diese Schenkung erneut bestätigt und die Bildnisse dem Liechtensteinischen Landes- museum übergeben lassen. Nach eingehender Restaurierung am Kunstwissenschaftlichen Institut in Zürich sind sie nun im Museum ausgestellt und somit der Öffentlichkeit zugänglich. Eines der Kinderbildnisse (Abb. 1) im Format 133 x 81 cm zeigt den Grafen Franziskus von Hohenems im Alter 
von 6V2 Jahren, wie die vom Wappen der Hohenemser begeleitete Aufschrift am oberen Bildrand bestätigt: Franciscus Comes Callarato2 Vaduz 
Aetatis 6V2 Anno Salutis 1626. Das Bild wurde angeblich von dem noch weitgehend unbekannten Maler David Herz aus Isny 1626 im Auftrag des Grafen Kaspar von Hohenems für 10 fl. 3 b. geschaffen.3 Es zeigt den jungen Grafen in höfischer Tracht, mit Feldbinde und Degen neben einem mit grüner Samtdecke ausgelegten Tischchen stehend. Bemerkenswert ist das hübsche, gekonnt gemalte Früchtestilleben mit flachem Zinnteller am linken Bildrand, das die Restaurierungsarbei- ten durch die Aufdeckung eines völlig übermalten zierlichen Vogels bereichern konnten. Franziskus, eigentlich Franz Leopold, wurde 1620 als Sohn des Grafen Kaspar von Hohenems (1573 - 1640), Graf von Hohenems, Vaduz und Gallara (bei Mailand) und dessen Gemahlin aus zweiter Ehe, Anna Amalia Gräfin zu Sulz, geboren. Vierzehnjährig wurde er 1634 zum Domherr in Salzburg ernannt, wo er im Alter von 22 Jahren am 6. Dezember 1642 starb.4 Das zweite Kinderbildnis (Abb. 2) im Format 126 x 91 cm - das Werk eines unbekannten Malers - zeigt den Grafen Franz Karl Anton von Hohenems im Alter von 4 Jahren, wie der Inschrift am oberen 215
        

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