kommt in keinem Fall die Keramik des einen Baus auch im andern vor. Wir können somit beide Gebäude als eine eigene Einheit betrachten. Man möchte im weitern in Erwägung ziehen, dass die Häuser auch nur eine relativ kurze Zeit bestanden haben, oder dass wenigstens das jeweilige darin erhaltene Fundgut nur während einer kurzen Siedlungsperiode eingebracht worden ist. Es fand sich ja relativ wenig sogenannte Kulturschicht in beiden Gebäuden - man könnte fast annehmen, dass das Haus während der Besiedlungszeit gut gesäubert worden ist. Als datierendes Element für das ältere Gebäude können nur die drei verzierten Gefässscherben beigezogen werden. Sie sind ohne Zweifel im Stil der «Schnellerkeramik» verziert und gehören somit in die Eisenzeit. Betrachten wir sie aber etwas näher und vergleichen sie mit den Funden vom namengebenden Fundort Eschen «Schnellen), so bemerken wir deutliche Unterschiede. Die Ornamentik beschränkt sich hier auf relativ dicht nebeneinander gesetzte Halbkreisstempel, und man könnte vermuten, dass die Funde aus dem Haus auf dem Runden Büchel etwas jünger sind. Dies lässt sich aber anhand des heutigen Publikationsstandes (Beck 1951, Frei 1956, Zindel 1978) noch nicht definieren, doch scheinen sich diese Vermutungen im etwa gleich alten Gräberfeld am Südfuss des Runden Büchels - auf dem «Areal Fosen> - zu bestätigen. Da durch die Feuersbrunst das ganze Haus vernichtet wurde, gab es genügend Hohlzkohle, um eine eventuelle ^C-Datierung vorzusehen. Für diesen Zweck wurde eine Holzkohlenprobe von einem verkohlten Eichenbalken (m2-M 22) verwendet, der seinerseits eine Jahrringkurve über 15 bzw. 11 Jahre ergeben hat. Den Herren Dr. U. Ruoff und S. Stucker vom Büro für Archäologie der Stadt Zürich sei für diese Messung bestens gedankt (Ref.nr. 12423/12424). Leider konnten diese Kurven wegen ihrer Kürze noch nicht in die süddeutsch/schweizerische Eichenjahrring- chronologie eingepasst werden. Im ^C-Labor der Universität Bern ergab eine Radiocarbonmessung das Resultat von 2300±60 BP (B-3919), welches MASCA-kalibriert ein «wahres» Datum um 400 v. Chr. ergibt. Dies stimmt recht gut mit den konventionellen Datierun- gen für die Frühlatenezeit in unserer Region überein. Auch ein weiteres, mittels der neuen AMS-Methode erzieltes ^C-Datum, welches am Institut für Mittelenergiephysik an der ETHZ-Höngger- berg ausgeführt worden ist, hat ein entsprechendes Resultat von 20
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.