diesen beiden Kollegen schliessen. Hingers Deputat war ab 1. Mai 1893 von 32 auf 10 Stunden ermässigt worden. 5.4 MASSGEBENDER EINFLUSS AUF DIE EINFÜHRUNG VON LEHRMITTELN «Nachdem Anton Hinger zum Musterlehrer in Vaduz ernannt wurde, arbeitete er mit Kanonikus Wolfinger während dessen letzten Amtsjahren vor allem für die Einführung einer beachtlichen Reihe von Lehrbüchern für die Liechtensteiner Schulen.»53 Dabei galt' damals schon, was eine spätere Übersicht feststellte: «Es liegt auf der Hand, dass ein solch kleines Land wie das Fürstentum Liechtenstein nicht Selbstversoger sein kann. Die grossen deutschsprachigen Nach- barstaaten Schweiz, Österreich und Deutschland bieten eine Fülle von guten Lehrmitteln an, deren Bezug viel billiger zu stehen kommt, als der Aufwand für eine Eigenproduktion».54 Schon 1858 wurden auf die Anregungen des Vaduzer Oberlehrers hin die seit 1855 eingeführten Lesebücher von Dr. Bumüller und Dr. Schuster durch solche von Albert Haesters in sämtlichen liechtenstei- nischen Schulen ersetzt. Nach den Auflagezahlen genossen die aus einem Essener Verlag stammenden Bücher grosse Verbreitung. Sie blieben, in den neunziger Jahren unter dem Titel «Deutsches Lesebuch für die Oberklassen der Volksschulen», jahrzehntelang im Gebrauch. In der Lehrerkonferenz vom 29. Oktober 1883 referierte Lehrer Hasler über die richtige Auswertung; dabei unterstützte Hinger den Referenten gegen den Vorwurf, diese Bücher seien zu preussen- freundlich und zu österreichfeindlich. Die Lehrerkonferenz im Frühjahr 1859 beschloss auf Antrag des Musterlehrers zusätzlich die Einführung der «Bündner Lesehefte» für die III. Klassen zur Einübung des Lesens von Briefen in verschiedenen Handschriften, die lithographisch vervielfältigt waren. Eine Sprachlehre gehörte ursprünglich zu den ältesten Schulbü- chern in Liechtenstein; es ist nur fraglich, wie lange die schon 1835 in 53 Wie Anmerkung 30 S. 85 54 Wie Anmerkung 1 S. 211 176
        

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