Sein Gehalt betrug nach dem Schulgesetz von 1827 anfänglich 150- fl, später 200-fl. 1847-1853 Andreas Falk aus Schaan, ursprünglich für das Baufach vorbereitet. Am 1. Oktober 1853 war er Amtsschreiber beim Fürstlichen Regierungsbauamt in Vaduz, später Grundbuchfüh- rer und Assessor. - 1853-1857 Johann Martin Öhri aus Eschen.36 Den katechetischen Unterricht in Vaduz erteilten wahrscheinlich vor der 1828 erfolgten Erhebung der unteren Hofkanzlei zur Curatie und 1842 zur Pfarrei die Hofkapläne, die auch später neben den Pfarrern unterrichteten. Hinger nennt später wiederholt einen davon als wohlwollenden Unterstützer seiner pädagogischen Aufgaben, den Fürstlichen Hofkaplan Johannes Franz Fetz, der sich auch auf anderen Gebieten Verdienste erwarb, so z.B. als erster Redaktor am 1878 gegründeten, heute noch erscheinenden «Liechtensteiner Volks- blatt». 4.3. SCHULRÄUME Wie in anderen Ländern wurde auch in Vaduz im vorigen Jahrhundert und noch anfangs dieses neunzehnten Jahrhunderts Schule in Privathäusern gehalten, so u.a. im Hause des Lehrers Lorenz Wolf.37 Damit stand das kleine Fürstentum nicht allein da. Auch im grossen Preussen, wo die allgemeine Schulpflicht gesetzlich seit 1717 bestand und das Allgemeine Landrecht von 1794 die Schulen eindeutig zu Veranstaltungen des Staates bestimmte, darf man sich keine zu hohen Vorstellungen machen. Ein Bericht von 1804 klagt über «elende, niedrige Schulzimmer, denn nicht selten ist das Haus des Schulmeisters das schlechteste im Dorf mit verdorbener, verpesteter Luft, der höchste Grad der Unreinlichkeit, nicht selten dadurch, dass die Schulstube zugleich Wohnzimmer, Werkstätte, Stall für das Federvieh ist. Darin unwissende, ungesittete und unreinliche Schul- meister, welche die Schule als einen notwendigen Nebenerwerb ihres Handwerks betrachten. Im Reglement für Schlesien ist für den Lehrer wenigstens ein gutes, beständiges Haus mit separater Wohn- und Schlafstube gefordert».38 36 Wie Anmerkung 16 S. 2 ff 37 Wie Anmerkung 16 S. 2 38 Wie Anmerkung 32 S. 152 165
        

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