diente»,24 und «die Spiegel beim Einbau des neuen Chorgestühls zu erneuern hatte, so dass fast daraus eine Spiegel-Orgel werden konnte».25 Bei einem Besuch König Friedrich Wilhelms IV. in der Klosterkir- che anlässlich der Erbhuldigung der Hohenzollerischen Lande 1851 erklärte Hinger Bau und Geschichte des Gotteshauses. Ein Adjudant gab ihm hierfür einen goldenen Friedrichsdor im Namen seiner Majestät.26 Im Jahre 1862 übergab die Fürstinwitwe Katharina von Hohenzol- lern den Benediktinerpatern Benedikt und Placidus Wolter das Kloster zur Einrichtung einer Abtei, die in der Folgezeit durch die Pflege des gregorianischen Chorals und durch die besonders von Desiderius Lenz begründete und geprägte Beuroner Kunstrichtung weit bekannt wurde. Über Hingers weitere Tätigkeit in Schulen Hohenzollerns fanden sich keine Angaben. Nach Familienüberlieferung soll er auch in Langenenslingen gearbeitet haben, wo es aber zu unangenehmen Spannungen mit dem Pfarrer gekommen sei, weil der Lehrer den Aufforderungen des Geistlichen zum «Kneipen» nicht nachkommen wollte. Auch die Ortschronik von Lehrer Knaupp erwähnt nach Mitteilung der Grundschule Langenenslingen vom 7. 3. 1984 an den Verfasser für die Zeit von 1825 bis 1883 Hingers Namen nicht, sondern nur den von zwei anderen Lehrern. In dem Rückblick auf seine Dienstzeit anlässlich seines fünfzigjäh- rigen Dienstjubiläums am 17. Dezember 1891 gab Hinger selbst an: «Ich diente sechzehn Jahre in Hohenzollern, nämlich die letzten zwei Jahre an der Königlichen Correktionsanstalt in Habsthal.»27 Demnach war er aus dem Schuldienst der Gemeinden ausgetreten und von 1855 bis 1857 in der Stellung eines preussischen Staatsbeamten als Hausvater, Oberaufseher, Lehrer und Erzieher an der königlichen Besserungs- und Strafanstalt im ehemaligen Kloster Habsthal tätig. Aus diesem Dienstverhältnis wurde ihm die Entlassung seitens der 24 Pater Corbinian Gindele: Die Orgelbauer Spiegel, Beuron 1983 S. 46 25 Pater Corbinian Gindele, Brief an den Verfasser vom 21. 12. 1983 26 Wie Anmerkung 10 S. 8 f 27 Wie Anmerkung 16 S. 13 161
        

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