waren durchaus materieller Art»,20 sie bezogen sich auf «Jagdrechte, Landgarbe, Bannrechte, Frondienste und Frongelder».2' Von Forde- rungen des Volkes nach Verbesserung der Schulverhältnisse und Hebung des Lehrerstandes ist nichts bekannt. Wie weit Hingers engagiertes Eintreten für Schule und Lehrerstand zu seinem noch in der nachfolgenden Generation an seinem damaligen Wirkungsort bestehenden achtungsvollen Ruf als «Achtundvierziger» beitrug und sich für ihn nach dem Abklingen der erfolglosen Bewegung abträglich ausgewirkt hat, ist nicht festzustellen, ebensowenig wie seine nachfol- gende Verwendung in den vom «Mutterland» abgelegenen Exklaven Beuron und Langenenslingen oder sein späteres Ausscheiden aus hohenzollerischen Diensten. Von 1848 bis 1854 war er Lehrer und Organist in Beuron. Die Verhältnisse dort werden sich wohl etwas gebessert haben gegenüber dem Bericht des Hofkaplans Lenzinger vom 3. Mai 1811 über seinen Schulbesuch dort: «Die Kinder haben grösstenteils hübsche Schriften und lesen sehr ordentlich. Von dem Rechnen aber und von der Rechtschreibung haben sie noch sehr wenig Begriffe. In der Katechese sind sie auch nicht weit voran . . . Die Sommerschule hat auch hier keinen Platz, weil die Gemeinde zu unvermögend ist, dass sie auch zur Sommerzeit einem Lehrer Brod verschaffen könnte».22 Schule und Lehrerwohnung waren im 1802 aufgelösten ehemaligen Augustiner- Chorherrenstift untergebracht. Als Liebhaber des Orgelspieles betätig- te er sich leidenschaftlich als Organist in der Klosterkirche.23 Dabei konnte es sich nicht mehr um das «grosse, einst berühmte Orgelwerk» des Rottenburger Orgelbauers Hieronymus Spiegel von 1741 handeln, die als «säkularisiertes Kirchengut des Fürsten von Sigmaringen an die Pfullendorfer Stadtkirche verkauft worden war, sondern um das vorbarocke Chorörgelchen im Beuroner Presbyterium, einer kleinen, aber sehr guten Orgel, die einst zur Begleitung des Psalmengesanges 20 Wie Anmerkung 19 S. 53 21 Wie Anmerkung 19 S. 45 22 Fritz Kallenberg: Die Schulorganisation im Fürstentum Hohenzollern Sigmarin- gen, Hohenzollerische Jahreshefte 1962 S.130 23 Wie Anmerkung 10 S. 8 f 160
        

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