umfangreichen und vielseitigen Kenntnisse durch fleissiges und intensives Selbststudium erworben hat. 3. TÄTIGKEIT IN DER HOHENZOLLERISCHEN HEIMAT Die von ihm nach seinen Angaben am 17. Dezember 1841 in Habsthal angetretene Stelle konnte der achtzehnjährige Provisor nicht lange innegehabt haben, denn schon zu Beginn des Jahres 1842 kam er als Lehrer und Organist nach Walbertsweiler, nachdem dort Johann Baptist Schweikart anlässlich seines fünzigjährigen Dienstjubiläums am Ort in den Ruhestand getreten war. Dort blieb Hinger bis 1848; als Provisor war ihm ein kümmerlicher Raum im ersten, 1785 erbauten sehr bescheidenen Schulhaus als Behausung zugewiesen. «Diese Stelle wurde nicht sofort definitiv besetzt sondern provisorisch durch Provisor Hinger, welche sie sechs Jahre verwaltete. Die Schule hob sich unter seiner Tätigkeit; insbesondere erzählen die Leute, welche unter ihm die Schule besuchten, dass er ein Freund des Gesanges gewesen sei und denselben mit viel Aufmerksamkeit und Eifer in der Kirche und namentlich in der Schule gepflegt habe.»17 Während der Diensttätigkeit in Walbertsweiler legte er 1844 die zweite Lehrerprü- fung ab. Von der in den Jahren vor 1848 auch politisch bewegten Lehrerschaft Hohenzollerns wurde er als Deputierter zu gesellschafts- politischen Verhandlungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Lehrer gewählt. Seine sehr präzise und dynamische Vertretung des damaligen Lehrerstandes führte zu erheblichen Verbesserungen, so zur Einführung der Pensionierung der Lehrer. Seiner Zeit bekam er auch einen Konferenzauftrag über den Lehrunterricht, der als einer der besten erklärt wurde.18 In der Hohenzollerischen Revolution von 1848/49 «hatten die Landsleute keine politischen Ideale»19 und «die Märzforderungen 1 7 Ortsschaftsarchiv Walbertsweiler: Orts- und Schulchronik Walbersweiler S. 6 18 Wie Anmerkung 10 S. 8 19 Dr. Eberhard Gönner: Die Revolution von 1848 in den Hohenzollerischen Fürstentümern und deren Anschluss an Preussen, Hechingen 1952 S. 71 159
        

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