1. BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN FÜRSTENTÜMERN HOHENZOLLERN UND LIECHTENSTEIN «Die Mitgliedschaft des Fürstentums Liechtenstein im Deutschen Bund bis zur Auflösung im Jahre 1866 ermutigte zu Beziehungen zu anderen Staaten.»1 Dreissig Jahre lang, 1819 bis 1849, bestanden solche Beziehungen auf militärischem Gebiete zu den ebenfalls souverän gewordenen zwei hohenzollerischen Fürstentümern Sigmaringen und Hechingen: «Nach Beschluss der Bundesversammlung hatten diese drei Fürstentümer ein Bataillon zum 8. Armeekorps zu stellen und zwar: Sigmaringen 356, Hechingen 145 und Liechtenstein 55 Mann.»2 Zur wahrscheinlich ersten und einzigen gemeinsamen Übung war das gesamte leichte Bataillon mit dem liechtensteinischen Scharf- schützenzug vom 28. September bis zum 8. Oktober 1841 im Herbstmanöver im Gebiet um Gammertingen versammelt. «Dabei wurde die Einheit durch den Königlich Bayrischen General v. Ysenberg von Bundes wegen inspiziert.»3 Nach einer Anzeige der Bundestagsgesandtschaft war dem kommandierenden Leutnant des liechtensteinischen Zuges die Marschroute angegeben: «von Vaduz über Feldkirch, Dornbirn und Bregenz im k.k. Österreichischen, über Lindau im kgl. Bayrischen, über Friedrichshafen im kgl. Württember- gischen, dann über Meersburg, Überlingen und Pfullendorf im grossherzoglich badischen Staat nach Sigmaringen.»4 «Für täglich 14 Kreuzer hatten die Logie- und Kostgeber in Gammertingen, Gausel- fingen und Neufra neben Unterkunft zu verabreichen: morgens eine Suppe; mittags 1 Suppe, 
xli Pfund Fleisch und Gemüse oder ergiebige Mehlsuppe, 2 Pfund Brot, 1 Schoppen Bier; abends eine Suppe und Gemüse.»5 1 Landesarchiv Vaduz GRAHAM D.C.MARTIN: Education in the prinzipality of Liechtenstein, Maschinenschrift 1974 S. 302 2 Hechingen Hohenz. Heimatbücherei V. Runkel: Geschichte der Truppen der Fürsten von Hohenzollern II. Teil: Das Fürstlich Hohenzollerisch-Liechten- steinische Leichte Bataillon S. 13 f 3 Wie Anmerkung 2 S. 146 4 Wie Anmerkung 2 S. 187 5 Wie Anmerkung 2 S. 141 154
        

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