50. tens Die neüe Zollordnung81 ist erst [kürzlich] der Nachbarschaft bekant gemacht worden und wird mit 1. July ihren Anfang nehmen. Das Oberamt hält die Zohlausmass im Ganzen nicht übertrieben, nur allein bey dem aus Beyern häufig nach Graubünden passierenden Salz zu hoch gespannt, worauf das Oberamt per Fass 4 x Zohl projectirt hat, bei Ausfertigung der Zollordnung unter die Zentner per 3 x geworfen worden ist. Da nun ein derley Salzfass 5 bis 6 Zentner wiegt, 23 so würde der neu gesetzte Zohl per Fass 15 bis 18 x betragen, welches bei einer Passage von 10830 Klaftern82 offenbar übertrieben wäre und daher auf die amtlich ausgesetzte Ausmass herabgesetzt werden sollte, um die Fuhrleute und Spediteurs nicht auf die Schweizer Seite aus Beyern zu leiten. 51. tens Die Rothordung vom Jahre 1704,83 nach welcher alle Fracht vom Bodensee bis ins Italien durch Bünden und Schweitz spedirt wird, hat durch die letzten Fridensschlüsse und Abänderung der Landeshoheiten ihre Endschaft erreicht, da die neüen Souveraine die Verbindlichkeiten aufgehoben haben, wesswegen die Kornhändler und Salz-Spediteure das Frachtlohn vom Bodensee bis Bünden zu vermindern getrachtet haben. Da dem hiesigen Unterthan ohnehin bei dem alt bemessenen Fuhrlohn kein Gewin übrig bleibt, so kann sich derselbe in diese Fuhrlohns-Verminderung nicht fügen. Daher wird es nothwendig, dass sich die Souverains über eine neü[e] Rothordnung vereinigen und solche nach einem gehörigen Verhältnis in Ausführung bringen lassen. Da nichts weiter zu erinnern wäre, wurde die Sitzung geschlossen. Vadutz, am 29.ten Juny 1808 Georg Hauer manu propria Menzinger, Landvogt, manu propria Smieth manu propria 140
        

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