vollends noch nicht ausgefertigt, [sie] bedarf noch [einer] Untermaue- rung der Schrotwände.13 Die Kirche hingegen ist ein elendes, im Dach beschädigtes Gebäude, wovon die Deke schon ganz durchmodert und daher aus der Kirche der Himmel frey zu sehen ist. Das Patronatsrecht stehet dem Feldkircher Magistrat14 zu, und der Landesherr hat nur als Grundobrigkeit einen Beytrag zu leisten. Die Weingärten sind in einer schönen Somerlage. [Sie] haben eine beträchtliche Extension, aber mitten in selben hatte das Stift Otto Bayern15 - und nunmehr der König von Bayern - seine Weingärten, das viel Unangenehmes enthält, weil im Herz der landesfürstlichen Besitzung ein fremder Eigenthümer sich eingenistet hat. Die Weingär- ten sind auf die Art der Vaduzer bestellt, [sie] werden gegen die Hälfte der Fechsung bearbeitet. Diesem ungeachtet traf ich eine Abtheilung, die ganz verödet und unbebaut da stunde, wo ich dem Rentmeister auftrug, dem Arbeiter diesen Theil sogleich abnehmen und einem fleissigeren [zu] übertragen, ihn sofort der Antheilnehmung an der diesjährigen Fechsung verlustigt erklären zu sollen. Übrigens haben viele Abtheilungen wüste Grasplätze, die nur die Einnahme der Torkelmeister vermehren, durch den Aussatz aber zu landesfürstli- chem Nutzen gebracht werden könnten. Auch viele ausgestorbene Stöcke zeigen sich, die durch Bögen versetzt werden sollten. Der Nichtbefolg kann nur der Sorglosigkeit des Amts zur Last gelegt werden. Der Torkel ist ein uraltes, hölzernes Gebäude mit den massiven, gespaltenen Schindlspenen gedekt und stat der Schindlnägeln mit massiven Steinen beschwert, dessen neüe Aufführung bald an die Bauordnung kommen dörfte. Hiebey wird stat der hölzernen Schrot- wand eine steinene Mauer geführt werden müssen, weil der um die Weinlöse16 gewöhnliche Fehn17 oder Sirocco-Wind18 directe einzu- dringen vermag und die Gährung des Mostes sogleich verursachet, so die hiesigen Leute für sehr nachtheilig erklären. Von Mauern übergieng ich nacher Eschen, wo der herrschaftliche Torkell ganz neu gebaut da steht und solid von Steinen mit Ziegeln 4 eingedekt ist. Die hiesigen Weingärten sind in 3 Abtheilungen: die grösste und beste Abtheilung ist nächst dem Torkl, die zweite in der 116
        

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