kaufte die Gemeinde Balzers diesen Besitz. - Die Burg Gutenberg stellte einen österreichischen Vorposten dar und war damit eine Gefahr für die liechtensteini- sche Landeshoheit. Hauer schlug deshalb dem Fürsten vor, diese Güter zu erwerben. 60 Binden: Graubünden. 61 Radzins: Rhäzüns. 62 Das Kloster St.Johann im Thurtal besass in Vaduz Güter im Schätzwert von 20000 Gulden und in Mauren von 5000 Gulden. Nach der Aufhebung des Klosters St.Gallen fielen die St.Johanner-Güter an den Kanton St.Gallen. 1807 kaufte der Löwenwirt Johann Rheinberger die St. Johanner-Güter in Vaduz, Vgl. Alois Ospelt, Wirtschaftsgeschichte, JBL 1972, S. 88/89. 63 Einen Teil der zur Burg Gutenberg gehörenden Güter erhielt Welti Wolfinger 1474 als Lehen. Dieses Wolfingersche Lehen wurde bis 1789 immer wieder bestätigt. Als die Gemeinde Balzers 1824 Gutenberg kaufte, waren die Wolfingerschen Erblehen davon ausgeschlossen. Vgl. Johann Baptist Büchel, Gutenberg, JBL 1914, S. 38 ff und S. 98. 64 Randbemerkung: «Pachtrate (. . .) einzuholen.» 65 Fecht-Act: Pfächte (kontrollmässige Messung des Milchquantums, damit später der Ertrag gerecht verteilt werden konnte). 66 sicher: zahlungsfähig. 67 Johann Schlegel (1744 - 1823) war Wirt in Triesenberg. Er war früher mehrmals wegen unerlaubten Enzianwurzelgrabens bestraft worden. Die Schlegel waren das bedeutendste und angesehenste Geschlecht am Tnesenberg. Vgl. Engelbert Bucher, Schlegel-Stammbaum (Manuskript). 68 Die Berechnung fehlt. 69 Hauer legte seiner Berechnung einen Reingewinn von 20 Kreuzer pro Fass Gips zugrunde (1 Gulden = 60 Kreuzer). 70 züklend: Die Herkunft und Bedeutung dieses Wortes konnte nicht ermittelt werden. 71 Stampf: Mühle zum Enthülsen der Gerste. 72 Hanfreibe: Vorrichtung zum Reiben des Hanfs, bestehend aus einer hölzernen Unterlage und einem Stein, der sich darauf dreht. 73 Spelz: Getreideart. 74 piken: umgangssprachlich für stechen. 75 Malter: hier die Menge des auf einmal zu malenden Getreides. 76 1 Viertel = 14,14724 1. 77 Metzen: altes Getreidemass unterschiedlicher Grösse. In Österreich hatte ein Metzen 61,48 1, in Bayern 37,06 1. 78 Johann Rheinberger (1763 - 1815) war der Wirt im Gasthaus Löwen und ab 1809 auch in der herrschaftlichen Taverne, ausserdem betrieb er den Gipssteinbruch und die Mühlen. 1807 kaufte er die ehemaligen St.Johanner-Güter. Er war zweifellos der angesehenste und wohlhabendste Vaduzer Bürger. 79 nachdem er den Pachtvertrag abgeschlossen hatte. 109
        

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