schrieb er mir:«Die Mappen sind da - im gleichen alten Renaissance- schrank wie vor fünfundzwanzig Jahren!» Dies war ein bedeutender Fund, denn wenig später konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass da etwa achtzig Aquarelle und Aquarellskizzen sowie an die vierhundertsiebzig Bleistiftzeichnungen Moriz Menzingers etwas verstaubt, aber unversehrt beisammen waren. Die reichste Quelle aus biographischer Sicht erschloss sich mir im Österreichischen Kriegsarchiv in Wien. Dort ist die ganze Offiziers- laufbahn in Daten festgehalten und umfasst den Zeitraum vom 1. Juni 1854 bis zu Menzingers Tod im Jahre 1914. Im Hausarchiv der Regierenden Fürsten von Liechtenstein in Wien ist ein wichtiger Brief Menzingers an Fürst Johann II. vom 23. Februar 1870 erhalten. Herrn Dipl. Ing. Ernest Menzinger, einem von dem im Jahr 1660 geborenen Maximilian Konrad Menzinger abstammenden Nachkom- men der österreichischen Linie der Menzinger, verdanke ich den sehr detaillierten Stammbaum der verschiedenen Menzingerlinien. Es gelang mir, diesen Stammbaum auf Grund der im Überlinger Archiv befindlichen Originalurkunden um zwei Generationen zurück zu erweitern. Einige interessante Dokumente, wie das ausführliche Tagebuch Peter Rheinbergers vom «Badischen Feldzug» 1849, David Rheinber- gers «Notizen aus der Zeit und dem Leben unserer Voreltern», Briefe Peter Rheinbergers aus München an seinen Vater in Vaduz aus dem Jahre 1856, ein Brief Moriz Menzingers an Egon Rheinberger vom 6. November 1907, sowie mehrere Briefe Hermann Kesslers an Egon Rheinberger befinden sich im Archiv der Familie Rheinberger in Vaduz. Auch in den Briefen des jungen Josef Rheinberger aus München nach Vaduz finden sich einige Hinweise auf Moriz Menzinger. Diese Briefe sind im Josef Rheinbergerarchiv in Vaduz aufbewahrt und wurden veröffentlicht in «Briefe und Dokumente», Band I und II, herausgegeben von H. Wanger und HJ. Irmen. Meine Nachfragen in Wien ergaben, dass die graphische Sammlung «Albertina», die Akademie der Bildenden Künste, das Niederösterreichische Landes- museum sowie das Heeresgeschichtliche Museum in Wien keine Werke Menzingers besitzen. Dasselbe trifft für die Staatliche graphi- 12
        

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