Original im Generallandesarchiv Karlsruhe Abteilung 5 Konstanz- Reichenau Konvolut 457. — Pergament 31,6 cm lang X 43,1, Plica 3,2 cm. — Initiale über vierzehn Zeilen in Form eines Fisches. — Am Ii. Rand, jeweils an der betreffenden Stelle: «Vmb aigen Vndt Lehen zue Richten auf der pfalltz», «Bethfall obergewandt», «Mantell vndt Stutz», «Antragende handt holtz Vnd affderschlagen» (Tinte, 17. Jahrh.); auf der Plica Stempel: «Grossherzoglich Badisches Generallandesarchiv, Urkundeabt. 5 Konvolut 
Reichenau», ausgefüllt: «457 1405 November 
4» (Tintenblei, 19. Jahrh.). Siegel: 1. (Marquard von Schellenberg) am Streifen beschädigt, rund, 3,0 cm, gelb, Spitzovalschild mit zwei Querbalken (Schildhaupt und Mitte). Umschrift: MARQWARDI . DE SChelle . . 
. (Ligaturen). 2. (Hohenklingen) an Pergamentstreifen gelbes Bruch- stück, schiefgestellter Spitzschild mit Vierpass, undeutlich, längliche Vertiefung in der Mitte (= Eichenstamm). 3. (Rosnegg) rund, 3,4 cm, grüngelb, Vierpass mit nach re. schiefgestelltem Ovalschild mit Querbalken über drei Rosen, da- rüber Helm, Helmdecken und undeutlich runder Helmzier. Umschrift: S hAIN- RIC1 DE ROSNEG - 4. (Randegg) Bruchstück mit Ovalschild. Umschrift: RANDE 
— Rückseite: «LI11 
No:l» (17. Jahrh.); «wegen ettlichen Spenn zwi- schen herr propst vnd der gemeind zu 
Oeningen», verwischt 4 Zeilen; «Auch holtz hauen Vndt Affterschlagen betr. über Leibeigene, liegende Güter, antra- gende hand 1405 No. 
14» (18. Jahrh.). Regest im Generallandesarchiv Karlsruhe Abteilung 5 Konstanz-Rei- chenau Konvolut 454, Insert in der Urkunde von 1415 Januar 12 (über «Märk von Schellemberg» j. 1 Oehningen bei Stein a. Rhein BW. 2 Marquard V. von Schellenberg-Wasserburg, Eglolfs III. Sohn, der hier als Erneuerer des überlieferten Rechtes erscheint, das er durch Nach- forschung bei vielen Gotteshäusern, Klöstern und Höfen erkundete, doch deutlich Härten mildernd, in einer Zeit höchster politischer und sozialer, in der Urkunde sehr spürbarer Spannung; der Bund ob dem See war eben, am 15. September 1405 gegründet worden und wirkte mit grosser Werbekraft in die weile Nachbarschaft. 3 Gaienhofen, Kr. Konstanz. 4 Berauben, Übergang der Ehefrau und Kinder in den Herrschaftsverband des Mannes, hier innerhalb einer grossen und sehr alten, vertraglich entstandenen Heiratsgenossenschaft «der zwölfeinhalb Gotteshäuser» in Konstanz, St. Gallen und im Thurgau, zu denen auch Oehningen gehörte. Darüber Walter Müller, Entwicklung und Spätformen der Leibeigenschaft am Beispiel der Heiratsbeschränkungen. In: Vortrüge und Forschungen Sonderband 14 (Sigmaringen 1974) S. 87 ff. (ohne Berücksichtigung dieser Urkunde). 5 Kürschen = Pelzrock. 6 Sturz = Schleier. 7 Fall = Todfall, Abgabe beim Tode (Besthaupt oder dafür Geld).
        

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