— 490 — schwer behindert, dies auch nach einem am 5. August 1335 zu Kon- stanz ergangenen Urteil mit angedrohter Suspendierung. Darauf er- reichte das Kloster Salem durch seinen tüchtigen Vertreter, den Prior Ulrich von S ar g an s («Vlrihco de Santgans»], wahr- scheinlich einen Sohn des Grafen Hartmann III. von Werdenberg- Sargans,2 ersten Grafen vo n Vaduz, ein Urteil durch den Pfarrer von St. Stephan in Konstanz, der vom päpstlichen Richter, dem Abt von Mehrerau3 beauftragt worden war. Der Angeklagte wurde nun in Anwesenheit des Priors Ulrich von S ar g an s und des Magisters Johann genannt Windlok, geistlichen Richters von Konstanz bei Strafe von zehn Mark Silbers zum Gehorsam verurteilt. Abschrift im Generallandesarchiv Karlsruhe Abteilung 67 n. 1165 im sogenannten Codex Salemitanus Bd. IV n. 362 S. 356 — 358. — Zwei Perga- mentblätter mit zweieinhalb beschriebenen Seiten, 25,6 cm lang X 17,9, Ii. Rand 1—2 cm frei, re. Rand unregelmässig, oben mit «CCCLXii» bezeichnet. — Über die Handschrift s. n. 366. Regest: Weech, Codex Diplomaticus Salemitanus Bd. 4 S. 332 n. 1267 b; Perret, Urkundenbuch d. südl. Teile d. Kantons St. Gallen II n. 1372. Bedeutung: Am 27. November 1329 schlägt Graf Rudolf von Wer- denberg-Sargans laut Eintrag im bischöflichen Archiv -Chur, Necrologium C fl. 31 (Druck Conradin v. Moor, Die Urbare des Domkapitels zu Chur (1869) n. XXI) den Ulrich «Sohn des Grafen H. von 
Sargans» zum Domherrn in Chur vor, wie Perret (Urkundenbuch d. südl. Teile n. 138111382 Anm.) gegen Rösener (Reichsabtei Salem S. 74 Anm. 348) hervorhebt. 1 Griesingen bei Ehingen a. D. BW. 2 Hartmann III., Sohn Rudolfs II. und Bruder des genannten Rudolf. 3 Mehrerau («Monasterium Augie 
maioris»,) in Bregenz. 380. Avignon, 1338 Mai 13. Papst Benedikt XII.1 erhebt den Ulrich von Sargans2 bisher Prior des Zisterzienserklosters Salem3 wahrscheinlich Sohn des Grafen Hartmann III. von Werdenberg-Sargans-
        

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