archäologischen Verhältnisse vorher durch eine Grabung abzuklären. Mit dem Bodenbesitzer sind diesbezügliche Vereinbarungen getroffen worden. Im Frühjahr wurde die archäologische und baugeschichtliche Erforschung der Burg Gutenberg in Angriff genommen. Ende April begannen die Ausgrabungen im Schlosshof, die bis Ende Juni dauerten. Sie standen unter der Leitung von Dr. Hugo Schneider, a. Direktor des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich. Es wurden 36 Gräber freigelegt und eine an die Aussenseite der Burg angebaute Zisterne ausgeräumt. Eine zweite Bauetappe dauerte von Mitte September bis Mitte November und wurde von Dr. Jakob Bill geleitet. Man erwartete Erkenntnisse über die mittelalterliche Burganlage und über die ehemalige Kapelle St. Donatus. Im Schlosshof wurde das mittelalterli- che Gräberfeld weiter freigelegt, wobei oft mehrere Bestattungen übereinander lagen. Bis zur Einstellung der Grabung im November wurden 85 Bestattungen festgestellt. Die ältesten Gräber sind einem Friedhof aus dem 8. Jahrhundert zuzuschreiben und stehen in Zusammenhang mit dem Gräberfeld auf dem Runden Büchel. Die Grabungen werden fortgesetzt. Die ersten Grabungen auf der Burg Schalun, Vaduz, hat Pfarrer Anton Frommelt 1939 durchgeführt. Das Fundmaterial war spärlich, und noch immer liegt die Geschichte der Burg im Dunkeln, da sie in älteren Urkunden nicht vorkommt. Die Gemeinde Vaduz, der das Burgareal gehört, beschloss eine dringend notwendige Sanierung der Ruine. Eine archäologische und baugeschichtliche Untersuchung drängte sich auf, da sie nach der Restauration nicht mehr möglich ist. Die Grabung begann Mitte August, nachdem schon vorher Sondierungen stattgefunden hatten, und dauerte bis Ende September. Sie erbrachte, wie erwartet, wenig Funde. Es zeigte sich jedoch, dass das Ausmass der Burg viel grösser gewesen war, als bisher angenommen wurde. Die Bauuntersuchung unter Mitarbeit von Hansjörg Frommelt, Vaduz, ergab mehrere Bauphasen. Auch hier konnten die Untersuchungen noch nicht zu Ende geführt werden. Ebenfalls Ende August wurde auf Hinterprofatscheng, Triesenberg, ein Gips- oder Kalkbrennofen freigelegt, dessen Datierung, weil keine diesbezüglichen Funde vorlagen, noch aussteht. 275
        

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