Senkrechter Schnitt durch das Rauchloch in der Küche ren, sie betrug etwa 16°. Daraus ist zu schliessen, dass als Bedeckung sog. Schworschindeln dienten. Das waren 60 bis 100 cm lange und etwa 20 cm breite Lärchenbretter von 2 bis 3 cm Stärke. Sie waren nicht mit Nägeln befestigt und mussten, um Wind und Wetter standzuhalten mit Steinen beschwert werden. Dächer dieser Art finden wir noch im Weiler St. Martin im Calfeisental. Das Mauerwerk macht einen überaus urtümlichen Eindruck. Es ist unregelmässig gefügt und besteht aus kleinen und grösseren Bruch- und Feldsteinen, die teils stehend, teils liegend, dann wieder schräge vermauert sind. Auch einzelne Partien in Tuff sind zu finden, vorwiegend an den Gewänden kleinerer Öffnungen. Auf der Innensei- te der Wände sind zahlreiche Steine «geköpft», das heisst glatt abgeschlagen. Die Ecken sind ohne Quaderwechsel aufgeführt. Wir finden dort geschichtete Steine mittlerer Grösse und nur vereinzelt ein Exemplar grösseren Ausmasses, das man als Quader ansprechen könnte. Der Fugenmörtel ist stark kalkhaltig und besteht aus kiesartigem Flussand mit Korndurchmessern bis zu 2 cm. Die Fugen sind steineben ausgestrichen oder überwuchern die Flächen in der Art der Pietra rasa. Eine ähnliche Behandlung des Mauerwerks findet man bei Burgen aus dem 14. Jahrhundert. Geht man davon aus, dass die 267
        

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