Princessin nit allein die schwartz und bräunliche Färb in eine schöne rothe Gestaldt verändert, den vnannemblich Geruch gäntzlich verlo- ren, die Vndterleffzlein erhebt, wie auch ohngeacht der grossen Kälte gantz waich vndt beweglich verblieben, hab ich deroselben an Ansehung derr vermuthlichen Lebenszeichen conditionale oder mit Beding das H. H. Sacrarment des Taufs administriret vnd dargereicht. Zu dessen Vhrkundt vnd Zeignus ich mich vnterschrieben. Actum Imbstii 6. Decemb. 1687. LS F. Marcus Antonius Capu. F. Marcellus Capu. p.t. Guardian Diesem Attestat beigelegt war der Text der an dem Sarg der Prinzessin angebrachten Inschrift: In hac Area deposita jacet Infantula Celsissimi Principis a Liechtenstein etc etc ac Celsissimae coniugis suae Eleonorae natae comitissae a Thun etc. Haec Infantula per octiduum circiter in utero materno ante partum exanimis jacens et post partum per decem et tres sub terra sepulta Vienna huc Imbstium ad aram beatissimae virginis Mariae et Sancti Hyppoliti martiris ex voto delata, editis vitae signis conlitis nate baptizata est. Die 6. decemb. Anno 1687. (In diesem Sarg liegt beigesetzt die kleine Tochter des durchl. Fürsten und Herrn Anton Florian Fürst von Liechtenstein etc. und seiner durchl. Gemahlin Eleonora geb. Gräfin von Thun etc. Dieses kleine Mädchen war ca. acht Tage vor der Geburt im Mutterleibe gestorben, nach der Geburt 13 Tage beigesetzt in Wien, wurde hier in Imst am Altar der seligsten Junfrau Maria und des Hl. Märtyrers Hypolit auf Grund eines Gelübdes ausgesetzt und nachdem sie Zeichen des Lebens zeigte wurde sie am 6. Dezember 1687 getauft.) Fürst Anton Florian schickte dann aus Wien am 1. Februar 1688 dem Provinzial der Kapuziner ein Dankschreiben, das wie folgt lautet: Sondern geehrter Herr Pater Provinicialis. Dass Ewer Wohlerwür- den wögen dem Wunderwerckh, so Gott mit meinen abgelebten Kind gewürckhet, mir zu aggratuliren beliebet hat, dessen habe ich mich hiemit böstermassen zu bedanckhen. Ich habe hierüber nicht 258
        

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