soviel an ihme gelegen, alle durch das kostbarlichste Bludt seines lieben eingebohrenen Sohns erkauffte Seelen dess Reichs seiner Glory zu geniessen, streckhet Er ohne Vnderlass alle Weiss undt Mitl, auch genugsambe Gnadt vns die Hendt, crafft deren wier vnss zurselben vöhig vndt tauglich machen mögen vndt können. Weilen nun diesen also, hat ihro selbe vnedtliche göttliche Majestät gnädigst belieben lassen, viel auch in dieser Landtschafft Tyrol, durch Vorbitt vndt vnentdtliche Verdinst seiner allerseeligsten, auch niemahlen genug- samb gelobten jungfreylichen Mutter Maria, wie auch durch Interces- sion dess H.H. Martirer Hyppoliti, dessen H. Reliquien vor 6 Jahren mit Vnkosten dess Edlen wohlweisen Herrn Peter Täsch, Burgermei- stern der Stadt Hall in Ynthall auf Anhalten aber vndt demüthige Bitt P. Felicis von Niederdorff, Quardian vndt Prediger der Capuciner, von Rom nacher Imbst gebracht vndt nach in gebührender Ehr gehalten werden mit dergleichen Glauben anzusehen. Allermassen gar viel todt auf die Welt gebohrne vnschuldige Kindlein, bald durch Veränderung der todtverblichenen Färb in eine lebhaffte, holtzseelige Gestaldt, gleich einer Rosen, baldt durch Bewegung der Gliedtlein, dan durch Bludt vndt Schweiss, zu verstehen geben, sie von oben herab mit dem Thau gottlicher Gnaden befeichtet, vndt (wohlvermuthlich) vähig zu sein, solcher Gnadencrafft dess H. Sacrament dess Taufes in ihren Seelen zu empfangen, dass erfillet würde iene Wordt dess göttl. Lehrmaisters Joan. cap. 3 «der da nit wiederumb gebohren durch das Wasser vndt den heyl. Geist, kann nit eingehen in dass Reich Gottes.» Dieser evangelische vndt ewige Wahrheitsgrundt hat so viel vermögt, dass der durchleüchtige hoch vndt wohlgeborne Fürst vndt Herr Herr Antony Florian Fürst von Liechtenstein etc, dan dessen durchleichtige Gemahlin Fraw Fraw Eleanore gebohrne Gräfin von Thun etc ihr liebes durchleuchtiges Töchterlein, so etliche Tage vor der Geburt todt vndt abgestanden, hernach aber bey 10 Tag vergraben gelegen, vor dem Gnadenthron der ybergebenedeitisten Muttergottes, dero heilligste Bildtnuss dass passauische Gnadenoriginal beriret, wie auch vor dem gebenedeiten Leichnamb dess obgedachten H. Martirers durch den wohledlen Herren Baron Franciscus Chassignet darbringen lassen, damit, wass die Natur nit vermegt, Gotte der Herr durch ein Muracul ersetze. Zudem ich nun andern tags mit Herrn Cassignet mit mehrenfleiss besichtiget, haben wür observiret, dass hochgedachte durchleuchtige 257
        

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