Nr. 14 (Abb. 14) Allianzwappen Gilm von Rossenegg und Herbert Holzepitaph mit Gedächtnisinschrift für Maria Anna Elisabeth geb. Herbert, Ehefrau des Landvogtes Franz Michael Heinrich Gilm von Rossenegg, gest. am 24. September 1778 im 13. Kindbett, 36 Jahre alt, und beigesetzt vor dem von ihr gestifteten mittleren Altar samt ihren drei letzten Kindern Joseph Alois, Ferdinand Maria und Maria Anna Elisabeth. Die Tafel wurde 1781 vom Ehegatten und den überlebenden Kindern gestiftet.26 Die Tafel ist von zwei ovalen Wappen in reicher Goldornamentik bekrönt. Wappen links, Gilm von Rossenegg: Geviert, 1 + 4 in Silber auf grünem Boden ein roter Löwe, in den Pranken die rote Majuskel G haltend, 2 + 3 in Blau auf natürlichem Dreiberg ein goldener Stern. Wappen rechts, Herbert: Geviert mit Herzschild, 1 + 4 in Rot eine wachsende silberne Ziege (oder Steinbock?) mit den Beinen eine grüne Pflanze haltend (Geissblatt?). 1 gewendet, 2 + 3 in Silber auf 3 natürlichen grünen Bergen drei grüne Kornhalme mit goldenen Ähren. Herzschild: in Gold drei nach links gewendete rote Hifthörner. Nr. 15 (Abb. 15 und 16) Sulz - Heijenstein Über einem aus Renaissanceornamenten und Architekturelemen- ten reich komponierten Unterteil erhebt sich das Giebelstück mit dem Voll wappen Sulz-Helfenstein, überhöht vom Doppeladler. Unter dem Wappen das Datum 1563. Das Wappen bezieht sich auf den Grafen Alwig von Sulz und seine Gemahlin Barbara, Gräfin von Helfenstein. Das vortreffliche Schnitzwerk dürfte als dekoratives Ausstattungs- stück - etwa über einer Türe gedient haben. Ein Epitaph war es jedenfalls nicht. Im Inventar von 1727 figuriert das Stück als «Sulzisches Wappen von Holz ausgehauen»; in späteren Inventaren (so 1786 steht zwar «Graf Sulzisches Epitaph») doch passt die Jahreszahl 1563 weder zum Todesdatum des Grafen Alwig (gest. 1572) noch zu dem seiner Gemahlin (gest. 1578).27 26 Poeschel. S. 171 27 Poeschel, S. 207 240
        

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