Etsch- oder Kirchentores (um 1560). Ober Kaltem: Wappenfresko von 1536 am Chorbogen der Sankt Nikolaus-Kirche. Tösens-Steinbrücke Nr. 2 als Fresko von 1548. Meran-Obermais: «Griersserhof» Fresko von 1549. Hye prüft auch die These, das Andreaskreuz im Vinschgau sei das Kennzeichen der dortigen churischen Gotteshausleute und widerlegt sie. Er verwirft auch jeden Zusammenhang mit der Astfackel, dem Wappenbild der Brandis (vergl. Abb. 4, 5 und 13: Wappen Brandis). Es ist daher anzunehmen, dass es sich bei den an verschiedenen Bauernhöfen im Vinschgau angebrachten Andreaskreuzen nicht um ein churisches Symbol, wie man gegenwärtig im ganzen Talgebiet des Vinschgaus zu hören bekommt, sondern um ein Zeichen landesfürst- lich-österreichischer Gesinnung handelt. Das Andreaskreuz tritt in der Heraldik der Tiroler Landesfürsten nur im 16. Jahrhundert stärker hervor, wobei nach einem ersten Höhepunkt unter Kaiser Maximilian I. (in Tirol 1490-1519) besonders auf die Regierungszeit Erzherzog Ferdinands II. (1564-1595) hinzuweisen ist, der sein Wappenschild mit Vorliebe dem ehrwürdigen Andreaskreuz aufgelegt hat, und zwar in der Weise, dass oft nur noch dessen vier rundliche Kreuzenden unter dem Wappenschild hervorblicken. Ausser auf Schloss Vaduz sind auf den Mauern des Schlosses Tarasp mehrere rote Andreaskreuze zu sehen. Die Herrschaft Tarasp befand sich von 1464-1803 in habsburgisch-österreichischem Besitz. Im Frauenkloster St. Johann, Müstair GR entdecken wir im Vbrsaal der Bischofswohnung (Fürstenzimmer), eine bemalte Türe mit dem Andreaskreuz. Im Raum 5 des heutigen Museums findet sich eine weitere Türe mit dem Andreaskreuz. Österreich amtete von 1421-1782 als Schirmmacht über das Kloster. Kaiser Maximilian I. besuchte am 20. Juli 1496 Müstair. 237
        

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