Rudolf von Sulz erneuerte 1523 den alten Öffnungs- und Erbschirm- brief welchen Ludwig von Brandis mit dem Kaiser Maximilian im Jahre 1505 aufgerichtet hatte, mit dem Erzherzog Ferdinand von Österreich und erhielt für die Öffnung der Feste Vaduz jährlich 200 fl.22 Eine Verbindung mit Kaiser Maximilian I. bzw. mit Österreich war damit gegeben. Bezüglich des Andreaskreuzes (Burgunderkreuzes) sei Hye zitiert:23 Bis zum Ende des 15.Jahrhunderts war das Andreaskreuz in Tirol und im Vinschgau ebenso nur das Symbol des hl. Apostels Andreas, wie überall sonst im Bereich der christlichen Welt. Die Entscheidung darüber, dass sich diesbezüglich bei uns ein gewisser Wandel vollziehen sollte, fiel weit von Tirol entfernt - im Burgund. Als nämlich Herzog Philipp der Gute am 10. Januar 1430 in der flandrischen Stadt Brügge die Gründung des Ordens vom Goldenen Vlies proklamierte, wählte er zugleich den hl. Apostel Andreas, den Landespatron von Burgund, zum besonderen Schutzheiligen dieses Ordens. Spätestens seit diesem Zeitpunkt, vereinzelt schon früher, zierte das Andreaskreuz in mannigfacher Gestalt die Fahnen, Zelte und andere Ausrüstungsgegenstände der Burgunder. Im gleichen Jahr nun. in dem Herzog Karl der Kühne von Burgund am 5. Januar 1477 im Kampfe fiel, fand-nuracht Monate später-am 19. August 1477 in Gent die Vermählung des jungen österreichischen Erzherzogs Maxi- milian I. mit Maria, der Tochter und Erbin des gefallenen Herzogs statt. Durch diese Heirat, welcher bereits am 22. Juni 1478 der erhoffte Stammhalter. Philipp der Schöne, entspross, fiel das gesamte burgundische Erbe an das Haus Habsburg-Österreich. Maximilian selbst war zwar, streng genommen, im Bereich der Länder seiner ersten Gemahlin nur Prinzgemahl bzw. als Vater Philips nur «pere du chef», Vormund und Regent, zumal ja erst Philipp von Geburt Herzog von Burgund bzw. Erbe der Länder seiner Mutter, aber auch Chef des Ordens vom Goldenen Vlies war. Dessen ungeachtet, konnte aber auch schon Maximilian die Titel aller burgundischen Herzogtümer, 22 Poeschel, S. 178, Kaiser. S. 330 und 361 23 Hye, S. 459 - 464 mit 10 Abb. und weiteren Literaturhinweisen, siehe auch Bruckner, Abb. S. 156 aus Luzerner Fahnenbuch im Schweiz. Landesmuseum, Text Kapitel Schwabenkrieg, S. 161 - 163, Vexilla Helvetica, 1980-81, LU 4, Blatt 7 und Brunner, S. 23 - 24 235
        

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