karolinischen Linie im Mannesstamme 1712 in Gebrauch. Über diese Zeit hinaus wird es noch im Allianzwappen der Grossenkelin des Fürsten Karl, der Herzogin Maria Theresia von Savoyen-Liechten- stein bis 1772 geführt. Karls Zweitältester Bruder Maximilian (1578-1643) war mit Diplom vom 12. September 1623 in den erblichen Reichsfürstenstand erhoben worden. Noch 1628 siegelte er mit dem einfachen Hauswap- pen unter dem Fürstenhut. Seit 1631 taucht dann das gemäss dem Wappen Karls zusammengesetzte Wappen auf, welches viergeteilt ist mit den Wappen von Kuenring, Liechtenstein, Troppau und Schle- sien und in der eingepfropften Spitze das Jägerndorfer Horn zeigt. Ohne jede Veränderung wird dieses Wappen von Maximilian bis zu dessen kinderlosem Tode am 28. April 1643 geführt. Gundacker von Liechtenstein (1580-1658), der jüngste Bruder des Fürsten Karl, war ebenfalls am 12. September 1623 in den erblichen Reichsfürstenstand erhoben worden. Wohl seit damals führte er - in dem Fürstenbrief wird seines Wappens keine Erwähnung getan - einen viergeteilten Schild mit eingepfropfter Spitze, belegt mit einem Herzschild. Die Verteilung der Wappen ist hier folgende: Schlesien, Kuenring, Troppau, Rietberg, in der Spitze Jägerndorf und als Herzschild das liechtensteinische Stammwappen. Das rietbergische Wappen, ein gekrönter schwarzer Jungfrauenadler in Gold, stammt von der ersten Gemahlin des Fürsten Gundacker, der Reichsgräfin Agnes von Ostfriesland, her, die er anfangs 1604 geehelicht hatte. Agnes war die Tochter des Grafen Enno von Ostfriesland (Haus Cirksena zu Greetsyl) und der Walpurga, der letzten Tochter des Grafen Johann zu Rietberg, Herrn zu Esens, Stedesdorf und Witt- mund. Graf Johann zu Rietberg war ohne Hinterlassung männlicher Erben 1562 verstorben und sein Titel und Wappen ging ebenso wie die Rechte auf die rietbergischen Besitzungen durch Walpurga auf das Haus Cirksena über. Auf Grund eines Vertrages übertrug Graf Enno Wappen und Titel eines Grafen von Rietberg auf seine beiden Töchter und deren Nachkommen. Dieses Wappen des Fürsten Gundacker blieb unverändert in seiner Linie, die nach dem Aussterben der karolinischen Linie 1712 das Majorat des Hauses überkam und es bis heute innehat. Als die beiden Herrschaften Vaduz und Schellenberg 1719 zum reichsunmittelbaren Fürstentum Liechtenstein erhoben 230
        

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