pen wurde 1608 abgelöst von dem strahlenförmig geteilten Schild mit den Wappen der Besitzungen, resp. der Vorbesitzer. Dieser Typus erhält verschiedene Variationen in den darin aufgenommenen Wap- pen. Als nächster Typus taucht wohl bald nach der Belehnung mit Troppau 1614 der viergeteilte Schild auf, in welchem die Wappen von Liechtenstein, Troppau und Schlesien variiert werden. Dieser Typus wird in Kombination mit dem strahlenförmig geteilten Schild mit den Besitzerwappen als Rückenschild verwendet. Nach Übernahme des kuenringischen Wappens 1620 wird der viergeteilte Schild allein verwendet, der 1623 noch bereichert wird durch das jägerndorfische Hifthorn. Von massgebender Rückwirkung auf die Wappenform scheint also die Erringung der Herzogskrone durch Karl gewesen zu sein. Damals wählte er aus der Vielfalt der verwendeten Wappen jene aus, welche für sein Haus von entscheidender genealogischer und staatsrechtlicher Bedeutung waren, vereinfachte so das Wappen und schuf jenen Typus, der in den Linien seiner Brüder, wenn auch mit wenigen Variationen, bis heute im fürstlichen Hause in Gebrauch steht. Es wäre anzunehmen, dass das Wappen nun in dieser Form, wie Fürst Karl es in den letzten vier Jahren seines Lebens geführt hatte, weiterhin auch von seinem Sohn benützt worden wäre. Dem war aber nicht so. Als Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein (1611-1684), der Sohn des Fürsten Karl, am Sterbetage seines Vaters dessen Tod den nächsten Verwandten notifizierte, siegelte er mit dem viergeteilten Wappen mit eingepfropfter Spitze, wie sein Vater geführt hatte, das zweite Feld aber, in welchem sein Vater das liechtensteinische Stammwappen führte, ist hier viergeteilt und zeigt die Wappen von Liechtenstein, Boskowitz, Hanau und abermals Liechtenstein. Dass Karl Eusebius neben das alte Liechtensteinwappen den boskowitzi- schen Schild setzte ist mit Hinblick auf seine Mutter Anna von Boskowitz erklärlich. Welche Bedeutung aber dem Wappen von Hanau an dieser Stelle zugemessen wurde, kann nicht klargestellt werden. Dieses Wappen verschwand aber sehr bald und wurde wohl um 1632, als Karl Eusebius nach erlangter Grossjährigkeit die Regierung seines Hauses übernahm, ersetzt durch einen viergeteilten Schild Kuenring, Boskowitz, Troppau, Schlesien, mit eingepfropfter Spitze Jägerndorf und mit dem alten Liechtensteinwappen als Herzschild. In dieser Form blieb das Wappen bis zum Aussterben der 229
        

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