LIECHTENSTEIN IM WERK MENZINGERS Insgesamt 175 Aquarelle, Aquarellskizzen und lavierte Zeichnun- gen sowie über 490 Bleistiftzeichnungen, welche mit Sicherheit von der Hand Moriz Menzingers stammen, sind mir bis jetzt bekannt geworden. Es war meine ursprüngliche Absicht, ein chronologisch angeord- netes Verzeichnis sämtlicher erhaltener Werke Moriz Menzingers zu erstellen. Diese Absicht musste ich aus folgenden Gründen fallen lassen: Einmal ist es der Umstand, dass ein grosser Teil der Blätter nicht datiert ist, wodurch eine Einteilung in chronologischer Reihenfolge von vornherein fragwürdig wird. Dann ist es aber auch der geringe Wandel des Künstlers im zeichnerischen Ausdruck über sein Leben hin, welcher die zeitliche Einordnung durch Stilvergleiche erschwert, wenn nicht oft verunmöglicht. Schliesslich ist aber auch die Anzahl der neu wiederaufgefundenen Werke Moriz Menzingers so angestie- gen, dass eine seriöse Bearbeitung des gesamten Werkes nur mit grossem Zeitaufwand erfolgen kann. Ich will daher eine geographisch-thematische Einteilung wählen, innerhalb deren wieder zwanglos topographische Untergruppen gebildet werden können. Dies erlaubt eine gewisse Beweglichkeit und bietet dazu noch mehrere Vorteile. So lassen sich an einzelnen Beispielen bauliche Veränderungen und Entwicklungen aber auch natürliche und gewaltsame Umgestal- tungen der Landschaft über Jahrzehnte, ja über ein halbes Jahrhundert verfolgen. Sehr eindrücklich kommt auf diese Weise auch die künstlerische Entwicklung, bzw. in unserem Falle das Beharren des Meisters auf dem schon früh eingeschlagenen Weg, zur Darstellung. Des weiteren erhalten wir dadurch Einblick in die Arbeitsfolge und Arbeitsweise unseres Aquarellisten, die meistens von der Bleistiftskizze und Zeichnung über eine farbige Skizze schliesslich zum pedantisch ausgefeilten, fertigen Aquarell führt. In der vorliegenden Arbeit will ich ausschliesslich jene Zeichnun- gen und Aquarelle erfassen, welche sich auf die geographische Gruppe Liechtenstein beziehen. Innerhalb der liechtensteinischen Motive ergeben sich ohne Zwang einige thematisch-topographische Schwer- 25
        

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