Die Freiherren von Brandis aus dem Emmental besassen ein sprechendes Wappen. Das Siegelwappen wies in den ersten drei Generationen drei waagrechte Feuerbrände auf, später bloss noch einen «Brand», der schräglinks oder bisweilen auch senkrecht im Schilde angebracht war.13 Das älteste farbige Wappen findet sich auf dem sog. «Kästchen von Attinghausen» und weist drei schräg von links unten nach rechts oben gestellte schwarze Feuerbrände mit roten Flammenbüscheln in weissem Felde auf und als Helmzierde eine querliegende schwarze Hirschstange. Die Erstellung dieses Kästchens, das sich jetzt im Schweiz. Landesmuseum, Zürich befindet, fällt wohl vor das Jahr 1263.14 Der Schild zeigt in Feld 1 + 4 das ursprüngliche Wappen Sulz und in Feld 2 + 3 das Wappen Brandis. Wappen: Geviert: 1 + 4 in Silber drei rote Spitzen. 2 + 3 in Silber ein schräglinker, schwarzer Brand mit roter Flamme. Der Schild steht über einem Torbogen links und rechts beseitet von aufgemalten Bogenornament, geschmückt mit grünen Blattbüschen, die von zwei Puttenengeln gehalten werden. Das Ganze mit der Jahrzahl 1543 überhöht. c) EHEMALIGER «SCHÖNER SAAL» ZWISCHEN 1535 UND 1544 GEMALT, IM JETZIGEN VORPLATZ DES WESTFLÜGELS Die Nische des Eingangs von der Freitreppe her, begleiten in Grisaille gemalte Pilaster, die illusionistisch mit Blatt- und Vasenmotiven geziert, als Füllungsreliefs gedacht sind. Den Bogen der Türleibung bekrönt eine grosse Muschel, gerahmt von einer Archivolte mit Blattornamentik, die von der nachträglich tiefer gesetzten Decke überschnitten wird. Auf den Kapitellen der Pilaster knien zwei Pagen als Schildhalter für die quadrierten Wappen des Grafen Johann Ludwig I. von Sulz und seiner Gemahlin Elisabeth geb. Gräfin von Zweibrücken (Linie Bitsch).15 13 Bütler, S. 9 14 Zeller-Werdmüller, S. 134 f und Tafel III. 15 Poeschel, S. 196 215
        

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