138 ff) zu erwähnen. Aber auch das Gräberfeld von Basel «Aeschen- vorstadt» hat mehrere Gräber mit Zwiebelknopffibeln enthalten: das Kindergrab 306 lieferte neben der Fibel und einem Glasbecher auch ein Eisenkurzmesser, analog zu jenem aus Balzers. In den Gräbern 312 und 379 lag die Fibel an der rechten Schulter, und es handelte sich um erwachsene Männer; im Grab 317 befand sich die Fibel dafür auf der Brust (JbSGUF 46, 1957, 154-159, JbSGUF 50, 1963, 77-79). Im grossen spätrömisch-frühmittelalterlichen Gräberfeld von Kaiseraugst wurden in vier Gräbern Zwiebelknopffibeln geborgen. Hier ist auffallend, dass eine anthropologische Bestimmung von F. Schwerz für das Grab 556, mit der Fibel beim linken Ellbogen, einer Frau zugeschrieben wird (Martin 1976, 5/6 und 53). Nur zur Abrundung sei noch das Gräberfeld von Tournai in Belgien mit 178 untersuchten Gräbern zu nennen, von denen aber nur eines eine Zwiebelknopffibelbeigabe kennt: Grab 45, mit der Fibel auf der rechten Schulter, einer Schnalle, Ton- und Glassgefassen, drei Münzen sowie wieder einem Eisenmesser (Brulet und Coulon 1977). Demgegenüber ist das am Kanal liegende Gräberfeld von Oudenburg direkt reich an Gräbern mit Zwiebelknopffibeln; auf 216 Gräbern fallen deren 32 mit Zwiebelknopffibeln, die in der Regel auf der rechten Schulter des Bestatteten lagen; aber auch hier gibt es verschiedene Abweichungen. Die anthropologischen Resultate sind in unterschiedlichster Weise publiziert worden, von einer weiblichen Ausnahme wird aber nicht berichtet (Mertens und van Impe 1971). In Ungarn - um auch noch die östliche Richtung abzudecken - wurden die vier Gräberfelder Intercisa, Sagvar, Somogyszil und Keszthely-Dobogo zum Vergleich beigezogen. In Intercisa scheinen die Gräber mit Zwiebelknopffibeln entweder erwachsenen Männern oder Kindern zugewiesen zu werden (Vago und Bona 1976). Auch im Gräberfeld von Somogyszil wurden 19 Gräber mit Zwiebelknopffibeln geborgen, alle aus Männergräbern von adultem bis senilem Sterbeal- ter, mit Ausnahme von zwei Kindergräbern (Burger 1979). In Keszthely-Dobogo wurden 134 Gräber untersucht, von denen 13 Zwiebelknopffibeln enthielten. 11 davon sind Männergräber, eines ein Kinderdoppelgrab. Aber Grab 4 wurde von J. Nemeskeri als das einer Frau bestimmt (Sagi 1981,11, Anm. 14). Es besitzt neben der Fibel eine einfache Schnalle sowie einen Topf. In der Nekropole von Sagvar hingegen wurden 41 Gräber mit Zwiebelknopffibeln entdeckt, deren 196
        

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