wohl z.T. leicht möglich gewesen wäre. Wir vermögen also nicht zu sagen, wie gross der Einfluss der romanischen bzw. rätischen Merkmale war. Brunner kommt aufgrund der Penroseanalyse aber zum Schluss, dass die Bevölkerung von Bonaduz im engeren Sinne der keltischen Gruppe zuzurechnen sei. Er verzichtet aber z.B. auf den naheliegenden Schluss, die Einflussnahme der Romanen sei besonders gross gewesen (vgl. Brunner 1972, 37). Vielleicht würden wir bei beiden Gruppen besser von Keltoromanen sprechen. 2. Die Romanin von Balzers liegt in 9 von 11 Massen und Indices am nächsten bei den Rätoromanen, bzw. den Keltoromanen. Auffal- lend ist dabei, dass die Rätoromanen in den 9 Massen und Indices immer entweder minimale oder maximale Werte aufweisen, die von der Bestattung aus Balzers noch über- bzw. unterschritten werden. 3. In 2 Massen weisen die spätalamannischen Leute vom Runden Büchel Extremwerte auf. Inbezug auf diese Masse liegt die Bestattung von Balzers am nächsten bei ihnen. Ein Vergleich der absoluten Masse an den Langknochen wie auch am Schädel weist die Bestattung aus Balzers ebenfalls in die Nähe der Rätoromanen bzw. Keltoromanen (Tab. 3). In allen 4 Werten liegt sie am nächsten bei diesen. Gemeinsam unterscheiden sie sich besonders deutlich von den Alamannen und ihren Nachfahren in den Massen TABELLE 3 tu OD d 
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u, H Romanin aus Balzers (4. Jh.) Etter/Bill, 1982 292 216 418 329 74,0 79,0 Rätoromaninen(4.-7.Jh.) Brunner, 1972 299.3 222.5 418.9 332,0 71,6 79,7 Alamanninen(7./8.Jh.) Etter, unpupl* 306,8 226,7 426,9 343,7 74,6 76,5 Spätalamanninen(8./9.Jh.) Bill/Etter, 1981 306,5 227,5 432,9 342,5 83,8 78,5 kursiv sind die Werte, die denjenigen der Romanin am nächsten kommen. * Daten aus den Grabungen Storchengasse, In Gassen und Schlüsselgasse in Zürich, die alle zu einem grösseren Gräberfeld am Fusse des St.Peter-Hügels gehören. 191
        

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