hatte im Jahre 1857 in Vaduz den Amtsschreiber und späteren Landrichter und Landtagsabgeordneten Markus Kessler geheiratet. Damit sind auch seine immer wiederkehrenden Besuche in Vaduz, auch nach dem Wegzug seines Vaters, verständlich. Es zog ihn immer wieder an den Ort, wo er seine Kindheit verbracht hatte, und wie seine Bilder zeigen, durchstreifte er dabei das ganze Land. Allerdings hören seine Besuche in den Siebzigerjahren fast ganz auf. Sein Schwager Markus Kessler war im Jahre 1877 als Bürgermeister nach Sigmarin- gen berufen worden.20 Im Juli 1861 wurde Menzinger nach Verona einberufen21 und er scheint auch - seinen vielen Zeichnungen und Aquarellen nach zu schliessen - in den folgenden Jahren einen Teil seiner Ferienzeit mit ausgedehnten Fahrten und Wanderungen in Oberitalien und dem Südtirol verbracht zu haben. Im Jahre 1866 eröffnete Preussen mit seinem Verbündeten Italien den Krieg gegen Österreich und den Deutschen Bund. Menzinger wurde an der Front gegen Italien eingesetzt und zeichnete sich am 24. Juni 1866 in der entscheidenden Schlacht bei Custozza, einem südöstlich des Gardasees gelegenen Ort besonders aus, worauf er zum Kompaniekommandanten befördert wurde.22 Dies war die zweite und letzte direkte militärische Aktion, welche Menzinger als aktiver Soldat mitmachte. Zur gleichen Zeit stand das liechtensteinische Bundeskontingent unter der Führung seines Freundes Peter Rheinber- ger an der italienischen Front am Stilfser Joch.23 Es folgen nun zehn Jahre, in denen Menzinger mit einer Tätigkeit betraut wurde, die seinem Naturell wohl eher zusagte, als das rein Militärische. In den Jahren 1868/69 war er Lehrer an der Kadetten- schule in Olmütz.24 In welchen Fächern er dort unterrichtete, ist nicht bekannt. Doch darf man annehmen, dass er auf Grund seiner zeichnerischen Begabung die entsprechenden Lehrfächer zugeteilt erhielt. In der im Kriegsarchiv in Wien noch vorhandenen Qualifika- 20 Vogt, S. 131. 21 Wanger u. Irmen Band II S. 14. 22 Kriegsarchiv. 23 Jos. Ospelt, JBL 24 S. 39 ff. Friedr. Kuhn, JBL 65, S. 155 ff. 24 Kriegsarchiv. 19
        

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