e) Schamotte-Magerung Die Probe Me 328 lässt in der silikatischen Matrix ausschliesslich Schamotte-Fragmente derselben Zusammensetzung wie des Wirt- scherbens erkennen. 0 Kalzit-Magerung In Me 370 ist die silikatische Matrix mit Kalzit-Bruchstücken und vereinzelten Quarzen, Quarziten und Gneisen gemagert. Die Aufstellung und die Tabellen 3+4 zeigen, dass die meisten Scherben (74%) zum Magerungstyp a gehören. Der Typ b kommt nur in zwei Stücken im Fundort Balzers-Gutenberg vor, während die zwei einzigen untersuchten Proben von Bendern-Kirchhügel dem Gneistyp c zuzuordnen sind. Ob Letzteres rein zufällig durch die Probenwahl bedingt ist, d.h. ob nicht doch auch andere Magerungstypen in der Keramik dieser Station vorkommen, müssten grössere Analysenserien dieses Fundpunktes erweisen. Der Gneistyp stellt den zweithäufigsten (15%) Magerungstyp dar, während in den Typen e - f nur je ein einziges Stück vertreten ist. Diese mengenmässig untergeordneten Proben gehören zu Laugen- Melaun C (Typ d: Me 366 von Schaan-Krüppel), zur Urnenfelder- ware (Typ e: Me 328 von Balzers-Gutenberg) oder zur Hallstattkera- mik (Typ f: Me 370 von Schaan-Krüppel). 3.2. LOKALE HERSTELLUNG UND IMPORT Die Herkunft der untersuchten Scherben ist, da bisher im Fürstentum Liechtenstein keine z.B. durch Fehlbrände gesicherte lokale Keramik ergraben wurde, nicht ohne Weiteres feststellbar. Erschwerend kommt noch hinzu, dass hier das geologisch-petrogra- phische Kriterium für eine lokale Keramik (Übereinstimmung der Magerungsart im Scherben mit den potentiell verfügbaren Magerungs- rohstoffen der näheren Umgebung des Töpferplatzes) nicht eindeutig gegeben ist. Die ungewöhnlich reiche Serpentinit-Magerung in 78% der untersuchten Proben (Typen a + b) wirft Probleme auf, denn diese Bruchstücke entsprechen in ihrer Zusammensetzung dem Totalp- Serpentin bei Davos bzw. den Serpentiniten der Arosa-Zone Klosters- Davos!8 Im Liechtensteinischen gibt es nun aber keine anstehenden Serpentinitvorkommenl9 Das bedeutet also, dass die Proben der 160
        

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