Zusammenfassung Aufgrund der anthropologischen, demographischen und archäo- logischen Funde und Befunde kommen wir zum Schluss, dass auf dem Runden Büchel bei Balzers eine Bevölkerungsgruppe ihren Friedhof hatte, die von Norden kommend als alamannische Nachfah- ren bis ins 8. Jahrhundert hinein weitgehend genetisch isoliert gelebt hat. Wegen ihrer wohl noch nicht vor langer Zeit erfolgten Christia- nisierung erinnern verschiedene Befunde - der Grabbau, das Auftre- ten von Trachtbeigaben nur in den ältesten Gräbern und möglicher- weise auch das Fehlen von Kleinstkindergräbern - an ihre germa- nisch-heidnische Tradition. In ihren Körpermerkmalen - soweit sie am Skelett erfasst werden können - unterscheiden sie sich jedenfalls nicht nennenswert von ihren alamannischen Vorfahren. Abb. 31 Blick auf den östlichen Abhang des Runden Büchels mit in den Fels gehauenen Stufen. Diese können Fundamentmulden oder Balkenlager darstellen, insbesondere die mittlere Stufe, welche durch ein gemörteltes Steinmäuerchen zusätzlich verlängert worden ist. Solche Befunde lassen sich leider nicht datieren, sind aber dennoch wichtige Zeugen für eine momentan noch ungeklärte Tätigkeit am Hügel. 75
        

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