Von den 33 Männern und den 38 Frauen war bei 32, bzw. 33 das Sterbealter zu bestimmen. Die Verteilung geht aus Abbildungen 27 und 28 hervor. Im adulten Alter (20-40) starben wenig Leute. Bis zum 50. Lebensjahr verstarben etwas mehr Frauen (9) als Männer (7). Das häufigste Sterbedezennium war das 6. In dessen Verlauf sind etwa die Hälfte (33) aller Erwachsenen gestorben. Über 70 Jahre wurde kaum jemand. Diese Sterbeverteilung entspricht gut den repräsentativen Vergleichswerten aus andern Grabungen (Etter 1982 a). Die Lebenerwartung eines Neugeborenen (45,6 Jahre) ist ohne Aussagewert, da Säuglinge und Kleinkinder weitgehend fehlen. Dage- gen gibt Tabelle 5 Auskunft über das Ansteigen der Lebenserwartun- gen bei den Erwachsenen. Die Frauen liegen dabei bis zum 40. Le- bensjahr um nur 1 Jahr hinter den Männern zurück. Ab dem 50. Le- bensjahr übertreffen die Frauen aber die Männer um etwa 1 Jahr. Ge- samthaft steigt die Lebenserwartung bei Männern und Frauen zwi- schen dem 20. und 60. Lebensjahr von 52,8 auf 63,1 Jahre an. Auch diese Werte entsprechen weitgehend den repräsentativen Vergleichs- werten (Etter 1982 a). Insgesamt liegen die Werte für die Frauen ver- gleichsweise eher etwas zu hoch, für die Männer dagegen eher etwas zu tief als zum Beispiel bei der früh-/hochmittelalterlichen Bevölke- rung von Zürich-Münsterhof. (Etter 1982 a). Tabelle 5 Lebenserwartung 
Männer + Frauen 
Frauen Männer 0 jährige 45,6 20 jährige 52,8 
52,7 53,0 30 jährige 54,2 
53,6 54,8 40 jährige 55,4 55,3 55,6 50 jährige 57,7 58,1 57,3 60 jährige 63,1 
63,3 62,9 Es stellt sich die Frage nach der Grösse der Bevölkerung, die nötig war, um den Friedhof auf dem Runden Büchel anzulegen. Eine sol- che Schätzung ist abhängig von der Belegungsdauer. Wir sind der Ansicht, dass wir auf dem Runden Büchel auf ein eher kurz belegtes Gräberfeld gestossen sind. Weder im Grabbau noch im Bestattungsri- 63
        

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