hangabwärts verschoben) befand sich eine leicht konische Knochen- scheibe mit zentraler Durchlochung. Auf ihr sind in etwas unregel- mässigen Abständen fünf Würfelaugenmuster angebracht (Abb. 19). Schliesslich ist Grab 41 vom Bezirk Ost zu nennen, dessen Eisen- beigaben (Abb. 13) zu einem Gürtel gehören. Die Schnalle ist aus einem runden Eisendraht gefertigt, dessen Basis aber abgeflacht wurde; vom dort befestigten Dorn ist nur eine Partie von fast quadratischem Querschnitt erhalten. Die dazugehörige Riemenzunge kann knapp durch die Schnallenöffnung geführt werden, ihre Basis ist gerade und mit drei kleinen, einseitig etwas vorspringenden Eisennie- ten versehen; die Spitze ist gerundet. Parallelen zu diesem Gurtbe- schlag sind uns nicht bekannt. Anhand dieser Funde nehmen wir an, dass mindestens die drei Gräberbezirke Kuppe, West und Ost in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts angelegt worden sind, wahrscheinlich bereits spät in diesem Zeitintervall, vielleicht um 680-700. Jedenfalls muss sich die Sitte, den Toten Beigaben mitzugeben, sehr rasch verloren haben, bzw. sie wurde durch Konfession und Grabritus abgelehnt. Wahr- scheinlich sind auch die beiden Kindergräber des Bezirks Süd in die- sem Zeithorizont zu sehen, auch wenn die Eisenbeigabe von Grab 90 keine Einzelheiten erkennen lässt. Das Ende der Belegungszeit dieser Bezirke nehmen wir gegen 800 an, wobei es nicht auszuschliessen ist, dass im Bezirk Nord auch noch später Bestattungen vorgenom- men worden sind. Absolut datieren lässt sich hingegen die grösste Teilnekropole Nord nicht. Nur durch die Art der Grablegung ist sie mit jenen auf den erhöhten Teilen des Runden Büchels zu vergleichen, die Beiga- benlosigkeit ist durchgehend und lässt nur vermuten, dass entweder die Christianisierung sie diktierte oder aber, dass die Bevölkerung so arm war, dass es ihr nicht möglich war, ihren Toten sogar in den älte- sten Gräbern Beigaben mitzugeben. Wir nehmen an, dass diese Grä- ber nach 700 angelegt worden sind. 44
        

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