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Crütz» statt «Alrberch zü dem Crütze»; «die richte vntz an fel- dutze» statt «vntz an fadutze», «von feldutze die richte gen 
Gütemberg» statt «von fadutz die rihti gen 
Gutenberch» und «von Gütemberg die rihte gen Wala- stat» statt «von Gutenberch die rihti gen 
walostat». Es hängen von sieben sechs Siegel, das zweite, «Mont.» bezeichnet, fehlt. Nellenburg und Zürich sind auf der Plica bezeichnet, die anderen drei, Konstanz, Schaffhausen und St. Gallen sind nicht bezeichnet, ebenso ein weiterer Einschnitt ohne Pergamentstreifen. Rückseite: «Ain Lantfrid von herczog Lütpolten von Osterrich Zürich vnd an- dern 
Stetten» (15. Jahrh.); Stempel «Generallandesarchiv» und Eintrag «5» (Tintenblei, 19. Jahrh.) sowie «280 1319 November 
9» (19. Jahrh.). Original III: Pergament 29,5 cm lang X 42,9, Plica 2,4 cm. — Kleine Schrift, einfache, zwei Zeilen hohe Initiale. — Der Text hat «koufpurren», «winterstuden», wobei «winter» radiert und darüber geschrieben wurde; «Rug- gestaige», «Airberg zv dem Crutze», Alrberch», «vntz gen fadutze», «von fadutz die rihti gen 
Gutenberch» und «von Gutenberch die rihti gen 
valastat», wobei v später zu w ergänzt wurde. Es wird «zvge» und «zvge», 
«luzern» und «luzern» nebeneinander geschrieben. Es hängen sechs Siegel von sieben, das zweite «Graf 
Wilhelm» auf der Plica bezeichnet, fehlt samt Streifen. Die Siegel von Nellenburg und Zürich hängen bezeichnet, Konstanz, Schaffhausen (Siegelrest) und St. Gallen sind nicht bezeichnet. Rückseite: «ain Lantfrid von Herczog Lütpolten Costentz Zürich vnd ander Stett 
1319» (15. Jahrh.); «No 
8» (in «15» verbessert, 16. Jahrh.); Stempel: «Generallandesarchiv 
Karlsruhe» ausgefüllt mit Tintenblei (19. Jahrh.) «280 1319 November 
9 (gestrichen) 10» (Blei, 19. Jahrh.). Druck: Kläui, Urkundenbuch der Stadt und Landschaft Zürich Bd. 12 S. 230 n. 3632 a.- Auszug: Füchtner, Die Bündnisse der Bodenseestädte bis zum Jahre 1930 S. 68. Regest: Gross, Regesta Habsburgica Abt. 3 n. 885; Schiess-Meyer, Quellenwerk zur Entstehung der Eidgenossenschaft I 2 n. 999; Perret, Urkunden- buch d. südt. Teile d. Kantons St. Gallen Bd. 2 (1974) n. 1180. Zur Sache: Dieser Landfrieden war für die Habsburger, besonders für den leitenden Machtpolitiker Leopold ein ernsthafter Versuch, die hier um- grenzte Sphäre zuerst einmal im Thronstreit mit Ludwig dem Bayer und dann für immer zu einem gewaltigen rein habsburgischen Bereich zu verwandeln. Es handelt sich nicht, wie A. Largiader (Bürgermeister Rudolf Brun und die Zür- cher Revolution von 1336 Mitteilungen d. Antiqu. Gesellschaft Zürich 1936 S. 27) glaubte, um ein Bündnis Österreichs mit den — ohnehin verbündeten — vier Städten Zürich, Konstanz, Schaffhausen und St. Gallen, die in der Urkunde gar nicht genannt sind, was auch Paul Kläui (Urkundenbuch der Stadt und Land- schaft Zürich Bd. 12 S. 231 Anm. 9) und Bruno Meyer, Der Bruderstreit auf dem Schloss Thun (Zeitschrift f. Schweizer Geschichte 1949 S.465 Anm. 33) fest-
        

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