— 405 VORWORT ZUR SECHSTEN LIEFERUNG Die sechste Lieferung des 5. Bandes setzt das Liechtensteinische Urkundenbuch mit den Quellen aus dem letzten grossen Archivzentrum Süddeutschlands, dem Generallandesarchiv Karlsruhe fort. Ähnlich wie Bayern und Württemberg begab sich auch die eben vereinigte Mark- grafschaft Baden an der Seite Napoleons auf den Vormarsch, vor allem nach Süden, in das von den Habsburgern preisgegebene Vorderöster- reich und in das nun wehrlose Land der Reichsstädte und geistlichen Herrschaften bis zum Bodensee. Die sogenannte Entschädigung für ver- lorene linksrheinische Gebiete erbrachte dem nunmehrigen Kurfürsten- tum im Jahre 1803 beim Reichsdeputationshauptschluss unter anderem das Hochstift Konstanz, die Klöster Salem und Petershausen, die Reichs- städte Überlingen und Pfullendorf. Die österreichische Siegesbeute 1805 beim Pressburger Frieden bestand aus dem Grossteil von Vorderöster- reich, vor allem dem Breisgau, der Ortenau und der Stadt Konstanz; mit dem Rheinbundvertrag 1806 kam neuer vielfältiger Gewinn an Fürstentümern, Graf- und Herrschaften im Klettgau und Hegau, abge- rundet 1810 durch die Grafschaft Nellenburg am Bodensee. Auch in diesem eroberten Land wanderten die Archive weit nach Norden, in die Hauptstadt des neuen Grossherzogtums, nach Karlsruhe, damit auch manches Dokument früherer Beziehungen der Sarganser Grafen zu Herren und Klöstern dieses Raumes. Weit voran stehen solche zu dem Kloster Salem, dem Domstift und zur Stadt Konstanz, dazu kommen Erinnerungen an die weitverstreuten Herrschaften und die Amtstätig- keit der Schellenberger sowie der sargansischen Seitenlinie. So fällt auf Liechtenstein selbst doch einiges und schätzenswertes Licht. Allen Beamten des Generallandesarchivs danke ich für die freund- liche Unterstützung. Der Bearbeiter
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.