Die Untere Hofkaplanei Vaduz Zu den Ausgrabungen des Historischen Vereins 1981 (Vorläufiger Bericht) Am 23. Februar 1981 begann die Grabungsequipe des Bauamtes mit den archäologischen Untersuchungen im Alten Pfarrhaus («Untere Hofkaplanei») und in dessen unmittelbarer Umgebung. Die erste Grabungsphase fand am 10. April 1981 ihren Abschluss. In einem zweiten Unternehmen versuchten wir, über Grabungen an der östlichen Hanglage weitere Auskünfte über die bauliche Vergangenheit im Areal «Untere Hofkaplanei» zu erhalten. Die Grabungen wurden nach einigen Unterbrechungen Ende August 1981 abgeschlossen. Die nach- stehenden Ausführungen haben vorläufigen Charakter; denn die ur- kundlichen Nachrichten, welche Dr. Alois Ospelt zusammengetragen hat, müssen in einem grösseren Grabungsbericht mit Plänen, Dokumen- tationen und Grabungsbefunden aufgearbeitet werden. Älteste Bauten Über die ursprünglichen und frühesten Bauten im Areal «Untere Hofkaplanei» herrscht, was die archäologischen Fakten betrifft, Un- sicherheit. Wir wissen aus Urkunden, dass am 6. März 1395 Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz eine zweite Pfründe für eine Kaplanei gestiftet hat, aber wir fanden leider nur ein Keramik- stück, das dem 14. Jahrhundert zugerechnet werden muss. Einige Mauerzüge ,welche sich unter dem gewölbten, heute noch bestehenden, an die Waldgrenze gerückten Keller verziehen, könnten zum ersten Haus der zweiten Pfründe gehört haben. Als Nachfolgebau dürfen wir den eben erwähnten Keller mit einem vermutlich aufgesetzten Holzhaus annehmen. Zu diesem zweiten Bau können Stallbauten, westlich dem Haus vorgelagert oder am Hang an- geschmiegt und an den Keller gegen Süden hin angereiht, gehört haben. Wolfhart, Sigismund und Ulrich von Brandis hätten, wie Schuppler berichtet, 1476 die Stiftung in ihren Erträgnissen verbessert. Ruinen als Pfründer-Wohnung Schon um 1630 setzten die Klagen der Pfründner über die jämmer- liche Beschaffenheit ihrer Unterkunft ein. Hofkaplan Michael Wieser schrieb dem damaligen Landesherrn, Graf Kaspar von Hohenems, dass 229
        

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