2. 3 LAND AM WASSER Die nachfolgenden Namenstypen weisen auf leicht erhöhtes und somit etwas trockeneres Land hin, weshalb eine Vermischung mit der Sinngruppe des «wasserdurchsetzten» Bodens wie in «Au» und «Brühl», noch stattfindet. 2. 3. 1 Au «Au» oder die Verkleinerungsform «Aule» kommen in fast jeder liechtensteinischen Gemeinde vor. «Au» soll urverwandt mit dem lat. aqua = Wasser sein (vgl. Stricker 1973). Die allgemeine Bedeutung ist wohl das Land am Wasser, der Landstrich entlang des Flusses, ange- schwemmtes oder mit Gehölz bewachsenes Gelände. Das bestockte Gebiet entlang des Rheines wird in Liechtenstein als Aue oder Rheinau bezeichnet, wenn auch diese «Auen» seit längerer Zeit nicht mehr über- schwemmt werden. Das Wort hat auch eine Erweiterung in Richtung Wiesland und Weide erfahren. Der Kern der Aussage bleibt aber beim «Land am Wasser», und in diesem Sinne ist der Flurname für weite Landstriche des liechtensteinischen Talraumes sehr typisch. Die Au erscheint rund fünfzig mal in den rheintalischen Flurnamen, wobei in Zusammensetzungen oft noch eine weitere Aussage über die Lage (z.B. unten oder oben), eine genauere Ortsbezeichnung (z. B. Schaaner Au), über den Eigentümer (z.B. Oehri Au), über den Bewuchs (z.B. Widau) oder über die spätere Bewirtschaftungsart (z.B. Auacker) hinzukommt. — in der Au, Triesen (an zwei Stellen) — in der Au, Vaduz (an zwei Stellen) — in der Au, Schaan — in der Au, Eschen — in der Au, Gamprin — in der Au, Ruggell (zwei mal) — im Aule, Balzers —• im Aule, Triesen (drei mal) — im Aule, Vaduz (vier mal) — im Aule, Schaan — im Aule, Gamprin 204
        

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