2. 2. 1 Hinweise auf Bodensubstrat 2. 2. 1. 1 LEHM Das ahd. leimo, mhd. lam oder lom = Sumpf, Lehm, kann auf un- durchlässige, mit Feinsedimenten reiche Böden im Talraum, aber auch auf windverfrachtete, fruchtbare Lösse in Hügellagen hinweisen und sagt dementsprechend etwas über die Beschaffenheit des Untergrundes aus. Entsprechend ist auch die lokale Verteilung der Flurnamen, näm- lich im Rheineinflussgebiet sowie auf Geländeterrassen im Hanggebiet des Eschnerberges. Nipp (1911) leitet die Lohmen vom lat. loma = Lache, Sumpf, Morast ab. — Lehm, Leim, Lohmacker (Lehmacker), Eschen — Leimgrube, Lehmgrub, Mauren (under der Laimgruob 15 [?] 79) — im Lohma, Gamprin-Ruggell — im Loma, Schaan (Lommen 1664) — Lämgrueb, Triesen (ka 6) 2. 2. 1. 2 LETTEN Ahd. letto, mhd. lette für Lehm, ist ein in Liechtenstein häufiges Synonym für Lohmen und widerspiegelt die gleiche geographische Lehm- verteilung wie oben erwähnt. — im Lett, Vaduz — der Letten im Feld, Ruggell — Lettenbucht, Ruggell —• Lettengiessen, Ruggell — Lettensteg, Ruggell 2. 2. 1. 3 SAND Der Rhein hat in seinem mäandrierenden, breiten Lauf nicht nur Lehm, sondern auch Kiese und Sande abgelagert, wobei «Sand» nicht nur die feinen Bestandteile, sondern auch häufig «Kies» — also die gröberen Sedimente — zusätzlich abdeckt. Dies fällt beispielsweise noch heute in Mäder (Vorarlberg) auf, wo eine ehemalige Materialentnahme- stelle in Rheinnähe «Sandgrueb» heisst, dies dürfte auch für die Sand- gruab und Sandbüchel in Liechtenstein zutreffen. 194
        

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