— Wunderbare Röte des Angesichts, die auch nach der Taufe noch eine Stunde anhielt. — Die auftretende Schweissabsonderung des Kindes galt als Lebens- zeichen. — Zeichen der Röte des ganzen Körpers, das sicher wunderbar war. — Die Begründung, dass das Kind Wasser gelöst hat, wird hier neben der Röte als einziger Fall angegeben. — Langanhaltende Röte der Lippen. — Ölfnen der Augen. Das ist nur eine kleine, aber repräsentative Auswahl der in diesem Verzeichnis festgehaltenen Lebenszeichen der Täuflinge. Von nicht ge- tauften Kindern ist hier keine Rede. Jedenfalls hat sie Pfarrer Weinzierl gar nicht aufgeführt. Auch ist noch zu bemerken, dass dieses Verzeich- nis nicht vollständig ist, dass es nicht alle getauften Kinder enthält, denn im Pfarrbuch von Baindt ist vermerkt, dass in Schruns am 24. März 1750 ein Kind die Taufe erlangt habe, das am 21. März in Baindt tot geboren wurde und auf Anraten des Pfarrers von Baindt nach Schruns gebracht wurde. In der Aufstellung aber ist dieses Kind nicht zu finden. Und nun zum zweiten Verzeichnis, das Armin Müller in Schruns aufgefunden hat: Es ist im offiziellen Taufbuch geschrieben und umfasst die Zeit vom 8. Jänner 1781 bis 21. Mai 1785 und ist wie folgt überschrieben: Catalogus Infantium infelici partu progenitorum ad Ss. Reliquias hujatus adportatorum sub me Josepho Antonio Fuetscher, St. Thlgiae Exto a apprbto Lito p. t. Loci parocho indigno Diese Aufstellung von Pfarrer Fuetscher umfasst insgesamt 205 Fälle, von denen 144 genügend Lebenszeichen von sich gaben und da- her getauft werden konnten, während 61 die begehrte bedingte Taufe nicht erhielten, weil diese keine Lebenszeichen gaben. Rund 70% der Fälle konnten in diesem Zeitraum die Taufe erhalten, während 30% abgewiesen werden mussten. Für verweigerte Taufen sind dreimal Gründe angeführt: zweimal heisst es: «in Verwesung übergehend», und 141
        

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