ANHANG Angehörige des Fürstenhauses als Nachkommen Wallensteins Im Jahre 1623 heiratete Wallenstein in zweiter Ehe Isabella Katha- rina von Harrach, Tochter des Freiherrn Karl Leonhard von Harrach. Er war Mitglied des Geheimen Rates des Kaisers, was dem Range eines Ministers entsprach, und gehörte zum engsten Vertrautenkreise des Herrschers. Zugleich war er naturgemäss Vertreter der Pläne seines Schwiegersohnes am Wiener Hofe. Der Ehe entstammte Wallensteins einziges Kind Maria Elisabeth. Am 8. August 1645 fand die Trauung des «Durchlauchtigsten Fräu- leins Maria Elisabeth, geborene Herzogin von Friedland» mit dem Grafen Rudolf Kaunitz statt. Der Heiratsbrief, eine prächtige Urkunde mit elf Siegeln von Ange- hörigen des österreichischen Hochadels ist erhalten und wird von S. D. Prinz Emanuel aufbewahrt. Darin ist ausdrücklich festgehalten, dass die Braut 10000 Gulden, der Bräutigam 20000 Gulden als Leib- geding in die Ehe einbringen. Es wird aber vermerkt, dass sie noch keine liegenden Güter in Besitz haben. Die Angelegenheit der Güter ist folgende: Wenige Tage vor der Ermordung Wallensteins liess der Kaiser dessen gesamten Besitz kon- fiszieren. Ausgenommen müssten aber die Güter Neuschloss und Leipa in Böhmen bleiben, weil sie von seiner Frau in die Ehe eingebracht worden waren. Nach dem Tode der Witwe gingen sie in den Besitz des Paares über. Letzte Trägerin des Namens Kaunitz aus der gräflichen Linie (die fürstliche war schon früher ausgestorben) war die Gräfin Eleonore, welche die Ehe mit Geza Graf Andrässy schloss. Ältestes Kind war die Gräfin Maria (Marizza), in Heirat verbunden mit Prinz Johannes von und zu Liechtenstein. Somit sind die Söhne aus dieser Ehe, die Prinzen Emanuel sowie die Prinzen Alfred, Hans (f) und Constantin von und zu 108
        

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