hütung der Kompetenzstreitigkeiten unter den Kriegshäuptern. Es wird die Soldaten freuen, ein so vornehmes Haupt zu haben, den Ländern ein Herz, den Feinden einen Schrecken bereiten, geschweige der Ruhm, den Ihre Königliche Majestät bei jedermann erlangen werden, indem Sie auf Begehren Euerer Kaiserlichen Majestät sich dieses Werks unterfan- gen. Dann wird es notwendig sein, sich über die Art der Kriegsführung zu beratschlagen, denn diese taugt nicht. Schliesslich ist dem gesamten Wesen gründlich zu helfen und Euer Majestät Haus zu stabilisieren, ehe sie können und sollen Friede ma- chen. Sogleich darum, weil die Verhältnisse Euerer Majestät immer schlechter werden, so dass, wenn der Feind nur im künftigen Sommer in der Verteidigung bleibt, so können Euere Majestät das Kriegsvolk den künftigen Winter nicht erhalten, wie dann heuer solches ohne Be- raubung eines Teiles der Länder nicht geschehen wird, worauf nichts anderes als Meuterei und Brandschatzung der Städte zu erwarten ist. Und weil Sie den Frieden nicht so machen können, wie Sie gerne woll- ten, ihn also machen, wie Sie können, und obwohl Sie schwere Bedin- gungen dabei werden eingehen müssen, so ist doch dabei zu erwägen, dass kein Friedensschluss zu vorentscheidend und schimpflich ist, (wenn •man den Staat durch kein anderes Mittel als durch den Frieden erhalten kann) als der Verlust des kaiserlichen Ansehens, und wenn man den- selben nur erhält, dass man leichter den Schimpf des Friedensschlusses reparieren als das Ansehen wieder erhalten kann. Und haben Euer Majestät so schwere Bedingungen gegen den Bethlen eingehen müssen, einen schwachen Feind, nur dadurch, dass Sie Ihre Länder vor Raub und Brand schützen, als Sie siegreich und Ihre Länder in gutem Stand gewesen, um wieviel mehr haben Euere Majestät Ursache, bei solchen Verheerungen und gegen so viele und mächtige Feinde, die nicht ausge- saugt sind wie Euerer Majestät Länder und welche Mittel haben, sich mit Kriegsvolk, Geld und Proviant zu erholen, zur Rettung der Länder und des ganzen hochlöblichen Hauses schwere Friedensbedingungen einzugehen, denn das letzte und ärgste Übel und der grösste Spott, der einem hohen Herrscher widerfahren kann, ist, die kaiserliche Rang- stellung zu verlieren.» * 104
        

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