dem Erbfeind oder anderen Nationen die Tür zur Unterdrückung er- öffnet wird; dass Ihre Majestät und deren Haus sich dadurch im Römischen Reich verhasst machen; dass Ihre Länder je länger je mehr verderbt werden; dass Ihr Majestät äussere Länder verarmt seien, indem sie grösstenteils öd und unerbaut sind, viel Volk mangelt und kein Handel darin ist und dass es daher unmöglich ist, die Abgaben an die Truppen weiter fort- zusetzen; dass daher die Untertanen schwierig sind und in Sorge, wenn ein Feind hereinkäme und sie noch leidvoller als das Kriegsvolk Ihrer Majestät sie behandle, sie ihm zufallen würden wegen der schweren Vorkommnisse, wegen des erzwungenen Religionswechsels und dass sie verlangen, unter ihren vorigen Obrigkeiten zu sein (welche teils nur auf den Grenzen sind und auf eine Veränderung warten); dass des Königs von Spanien Sachen in den Niederlanden in einem schlechten Stand und seine Feinde eine gute Zeit her dauernd siegreich sind; dass die Mittel, Geld zu erlangen, gewaltsam und also nicht dauernd sind, wie man denn bereits Ihrer Majestät innere Länder damit angreift, also dass die Mittel zu dero Hofhaltung ermangeln werden; dass das Geld nicht ausreichend sei, kaum zu den Verstärkungen und neuen Werbungen, wie man denn sagt, dass das ganze vergangene Jahr den Soldaten kein Monatssold gegeben worden ist, weswegen nicht allein Meuterei, sondern auch dies zu besorgen, weil die Obristen und Befehls- haber (wegen Verderbung des Reichs und der Länder) wie sie selbst vorgeben, ihre Bezahlung von Beschlagnahmungen allein erwarten; dass, wenn Ihro Majestät Kriegsvolk ein Unglück haben sollte und sie daher sehen, dass sie keine Beschlagnahmungen zu hoffen haben, sie von Ihrer Majestät abweichen möchten, und das umso mehr, weil viele von ihnen unkatholisch sind; dass bei allen diesen Kämpfen, ausser der Schlacht zu Prag, Ihre Maje- stät nichts erlangt, sondern nur verloren haben; dass der Krieg, wenn es zu besorgen ist, dass Ihre Majestät oder der Herzog von Friedland (derselbe stand in grosser Gefahr) sterben sollte, nicht wird fortgesetzt werden können; 92
        

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