Fürst Gundacker betont in der Einleitung, dass der Krieg ein Reli- gionskrieg zwischen Christen ist, der die gesamte Christenheit schwächt und dem Erbfeind, den Türken und anderen Nationen die Tür zur Unterdrückung des erschöpften Deutschland öffnet. Wenn er fortgesetzt wird, dann wird sich der Kaiser und das Haus Habsburg im ganzen Römischen Reich verhasst machen. Offen gibt er seine Überzeugung zu erkennen, dass in der äusserst schwierigen Lage ein Friedensschluss das einzige Mittel der Rettung sein kann. Es gehörte Mut dazu, die Tendenz des Kaisers Ferdinand IL, prote- stantische Länder mit allen Mitteln wieder katholisch zu machen, als erzwungene Religionsreformation zu bezeichnen. Weitere Gründe, die einen Frieden als notwendig erscheinen lassen, werden angeführt: Die Soldaten haben im letzten Jahre keinen Sold erhalten, und daher sind Meutereien zu befürchten. Wenn der Kaiser oder Wallenstein, der Herzog von Friedland, stirbt, ist eine Fortführung des Krieges nicht möglich. Die ausländischen Staaten würden es nicht zulassen, dass die prote- stantischen Feinde ganz unterdrückt werden und dass das Haus Habs- burg sich anmasse, ganz Deutschland zu beherrschen. Sie würden sich verbünden, und es entstehen neue Kriegsgefahren. Der Fürst ist über- zeugt, dass der Krieg keiner Seite Nutzen, sondern nur Schaden bringen kann. Einen totalen Sieg sieht er also als unmöglich an. Er rät dringend zu einem Friedensschluss der Verständigung, zum «mittelmässigen» Frieden unter leidlichen Bedingungen. Heinrich Ritter von Srbik wertet in seinem Buche «Wallensteins Ende» die Denkschrift Gundackers wie folgt: «Es war nicht ungefähr- lich, am Hof so offen und stark für einen 
    

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